BILDER VON GLÄUBIGEN FREIMAURERN, ALS SIE IN DER KLEINE AYASOFYA MOSCHEE DAS GEBET VERRICHTETEN

EINLEITUNG



Seit Jahrhunderten hat das internationale Freimaurertum immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt. Manche haben den Freimaurern diverse Schandtaten und bizarre Verbrechen vorgeworfen. Die meisten Kritiker der “Bruderschaft” haben sich jedoch über Gebühr feindselig ihr gegenüber verhalten, statt sie zu verstehen und objektiv zu kritisieren. Das vorliegende Buch will diesen Fehler nicht wiederholen, sondern sich ernsthaft mit dieser Denkrichtung befassen, die sie tatsächlich ist. Angesichts aller Vorwürfe und Anklagen haben die Freimaurer allerdings ihre ohnehin schon legendäre Verschwiegenheit noch verstärkt und präsentieren sich weiterhin als eine Art sozialpolitische Organisation - was sie nicht sind.
Was das Freimaurertum in erster Linie zusammenhält, ist ihre Philosophie. Am besten beschreiben kann man sie als eine Mischung von Materialismus und säkularem Humanismus. Aber alles in allem ist eine fehlerhafte Philosophie, die auf falschen Grundannahmen und wirren Theorien beruht. Von dieser Grundlage aus muss das Freimaurertum kritisiert werden.
Von Anfang an muss klargestellt werden, wie wichtig die Kritik am Freimaurertum ist, nicht nur, um Nicht-Freimaurer mit der Problematik vertraut zu machen, sondern auch, um Freimaurer von der Wahrheit zu überzeugen. Selbstverständlich haben Freimaurer, wie alle anderen Menschen auch, das Recht sich frei zu entscheiden, welcher Weltanschauung sie folgen wollen. Aber ebenso selbstverständlich haben auch andere das Recht, sie deswegen zu kritisieren. Genau das ist die Absicht des vorliegenden Buches.
Wir werden dabei ebenso vorgehen wie in unserer Kritik an anderen Gemeinschaften und Organisationen auch, wie zum Beispiel gegenüber den Juden. Denn auch mit dem Judentum werden wir uns in diesem Buch kritisch auseinandersetzen, soweit es notwendig ist. Wir wollen allerdings klarstellen, dass dies nichts zu tun hat mit Antisemitismus oder “jüdischem Freimaurertum” und sonstigen Verschwörungstheorien. Für einen aufrichtigen Muslim gibt es keinen Antisemitismus. Zu einem bestimmten geschichtlichen Augenblick hat Allah die Juden zu seinem “auserwählten Volk” erkoren und ihnen eine ganze Reihe von Propheten gesandt. Fast während ihrer ganzen Geschichte mussten die Juden unter unvorstellbarer Grausamkeit leiden bis hin zum Holocaust, aber niemals haben sie ihre Identität verraten. Im Quran fordert Allah alle  Muslime auf, sie zusammen mit den Christen, der Leute der Schrift, gerecht und freundlich zu behandeln. Aber diese Weisung Allahs entbindet Muslime nicht von der Pflicht, irrige Glaubengrundsätze und Praktiken der Juden und Christen zu kritisieren, um ihnen so den Weg zur wahren Rechtschaffenheit zu zeigen. Damit wird deren Recht, entsprechend ihrer eigenen Glaubensgrundsätze zu leben, jedoch nicht in Frage gestellt.
Das vorliegende Buch untersucht die geistigen Voraussetzungen des Freimaurertums und seine Ziele und Praktiken. Es beschreibt die Geschichte des Freimaurertums in seinem Kampf gegen theistische Religionen. Abschließend werden wir in durchaus kritischer Absicht untersuchen, mit welchen Methoden das Freimaurertum versucht hat, eine seiner Philosophie entsprechende gesellschaftliche Ordnung zu etablieren.
 Wir hoffen inständig, dass die im Verlauf  unserer Argumentation angeführten Tatsachen viele Menschen, auch Freimaurer selbst, dazu bringen, die Welt, in der wir leben, anschließend realistisch zu betrachten.

-I- VOM TEMPLERORDEN bis ZU Ägypten



Die Wurzeln des Freimaurertums reichen bis zu den von Papst Urban II. ausgerufenen Kreuzzügen gegen die Muslime zurück.
DIE KREUZFAHRER
Die meisten Historiker gehen davon aus, dass die nfänge des Freimaurertums auf die Kreuzzüge zurückgehen. Das ist die Organisation der Freimaurer erst seit dem frühen 18. Jahrhundert urkundlich verbrieft, und zwar in England. Aber ihre Wurzeln liegen tatsächlich schon in der Zeit der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der entsprechenden  Legenden steht der Orden der Tempelritter, meist kurz Templer genannt.
Sechs Jahre, bevor das vorliegende Buch verfasst wurde, haben wir in einem anderen Buch namens The New Masonic Order die Geschichte des Templerordens eingehend untersucht und dargestellt. Deshalb beschränken wir uns an dieser Stelle auf eine Zusammenfassung. Wenn wir nämlich die Ursprünge des Freimaurertums untersuchen und den Einfluss, den es jahrhundertelang ausgeübt hat, begreifen wir auch besser, was heute unter “internationales Freimaurertum” zu verstehen ist.
Wie vehement auch immer viele darauf bestehen, dass die Kreuzzüge Kriegszüge im Namen des christlichen Glaubens gewesen seien, so muss festgestellt werden, dass es dabei in Wirklichkeit um ausgesprochen materielle Interessen ging. In einer Zeit, in der in ganz Europa Armut und Elend herrschten, erregte der blühende Orient, vor allem in der islamischen Welt des Nahen Ostens, die Begierde der europäischen Staaten. Diese Begierde wurde nur in ein religiöses Gewand gekleidet und dann verziert mit christlichen Symbolen. Dahinter jedoch verbargen sich durchausö§ weltliche Interessen. Sie waren der wirkliche Grund für die plötzliche Abkehr des christlichen Europa von seiner vorher eher friedlichen Politik in früheren Perioden seiner Geschichte, u nd zwar hin zu einer ausgesprochen aggressiven Außenpolitik.

Die Kreuzfahrer verwüsteten Jerusalem. Dieses mittelalterliche Bildwerk zeigt einige Szenen des Grauens.
Der erste Aufruf zu den Kreuzzügen kam von Papst Urban II., der 1095 das Konzilvon Clermont einberief und dort durchsetzte, dass die bis dahin pazifistische Grundhaltung der christlichen Staaten aufgegeben wurde. Damals wurde der Heilige Krieg der Christenheit ausgerufen, mit der erklärten Absicht, das Heilige Land der Herrschaft der Muslime zu entreißen. Unmittelbar nach dem Konzil wurde eine riesige Armee von Kreuzrittern, Berufssoldaten und Zehntausenden zwangsrekrutierter Soldaten aufgestellt.
Die Historiker glauben, dass Urban II. zu diesem Abenteuer aufrief, um seinen Rivalen im Kampf um den Heiligen Stuhl in Rom aus dem Feld zu schlagen. Sein Aufruf stieß bei den Königen, Fürsten und dem Adel in Europa auf helle Begeisterung, weil sie damit ihre durchaus weltlichen Bedürfnisse befriedigen zu können glaubten. In den Worten des Historikers Donald Queller an der University of Illinois: “Die französischen Ritter wollten mehr Land. Die italienischen Kaufleute erhofften sich dadurch eine Ausweitung ihres Handelsnetzes bis in den Nahen Osten … Große Teile der verarmten und notleidenden Bevölkerung  schlossen sich den Kreuzzügen nur an, um dem Elend in ihren Heimatländern zu entkommen.” 1 Entlang ihres Weges ermordeten sie massenweise Muslime und auch Juden, getrieben von der Gier nach Gold und Edelsteinen. Diese Gier ging soweit, dass sie ihren Opfern sogar die Mägen aufschlitzten, weil sie glaubten, diese hätten noch im Sterben ihre Schätze verschluckt. Ihre Gier war so grenzenlos, dass sie während des 4. Kreuzzugs sogar die christlich geprägte Stadt Konstantinopel (heute Istanbul) plünderten, indem sie das Gold von den christlichen Fresken in der Hagia Sophia abkratzten.
Nach einem und beschwerlichen Weg, der gesäumt war von getöteten Muslimen, erreichte der buntscheckige Zug namens Kreuzfahrer im Jahr 1099 endlich Jeruslangenalem. Nach einer fast fünfwöchigen Belagerung fiel die Stadt in ihre Hände. In ihren Mauern richteten sie ein Blutbad an, wie man es zuvor noch kaum gesehen hatte. Alle Muslime und Juden fielen dem Schwert zum Opfer. Ein Historiker hat dazu gesagt: “Sie töteten alle Sarazenen und Türken, die sie fanden … ob Mann oder Frau.” 2  Einer der Kreuzritter namens Raymond de Aguiles rühmte sich sogar noch seiner Grausamkeit:

Die Kreuzfahrer ließen in den eroberten Ländern jeden Muslim über die Klinge springen.

Wundervolle Szenen waren zu sehen. Einige unserer Männer (und das war nahezu gnadenvoll) schlugen ihren Feinden die Köpfe ab, wieder andere holten sie mit ihren Pfeilen von den Zinnen, wieder andere ließen sie in den Flammen schmoren. Überall in der Stadt lagen abgeschlagene Köpfe, Hände und Füße in den Straßen. Man musste überall über tote Menschen und Pferde hinwegsteigen. Aber noch eindrucksvoller war das, was im Tempel Salomos geschah, wo bis dahin die Gottesdienste der Juden stattgefunden hatten … Dort wateten unsere Männer bis zu den Knien und Zügeln im Blut.” 3
In nur zwei Tagen ermordeten die Kreuzfahrer auf barbarische Weise etwa 40.000 Muslime 4 Dann erklärten sie Jerusalem zur Haupstadt ihres Lateinischen Königreiches, das sich von Palästina bis Antiochien erstreckte. Später brachen sie einen Streit vom Zaun, um ihre Stellung im Nahen Osten zu halten. Denn um sie zu sichern, musste dieses neue Reich  überhaupt erst organisiert werden. Zu diesem Zweck gründeten sie neue Ritterorden, wie man sie vorher gar nicht kannte. Deren Angehörige kamen aus Europa nach Palästina und lebten dort in festungsähnlichen Klöstern, wo sie für den Krieg gegen die Muslime ausgebildet wurden. Einer dieser Ritterorden unterschied sich besonders auffällig von den anderen und entwickelte sich auf eine Weise, die den Gang der Geschichte beeinflussen sollte. Es war der Templerorden.
DIE TEMPLER

Die Templer entwickelten unter der Maske des Christentums einen heidnischen Glauben.
Der vollständige Name der Templer lautete “Arme Ritterschaft Christi und vom salomonischenTempel”. Der Orden wurde 1118 gegründet, also 20 Jahre nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer. Gründungsväter waren zwei französische Ritter namens Hugh de Payens and Godfrey de St. Omer. Anfangs waren es nur sieben Ordensmitglieder, aber der Orden entwickelte sich rasch. Der Grund für die Namensgebung war, dass sie sich als Ort für ihr Hauptquartier den Tempelberg in Jerusalem ausgesucht hatten, wo einst der Tempel Salomos gestanden hatte, aber auch der Felsendom (arab.: Qubbat as-Sakhrah), der von den Kreuzfahrern nicht zerstört worden war.
Zwar nannten sich die Templer “Arme Sodaten”, aber schon in kurzer Zeit wurde der Orden sehr reich. Der Grund dafür war, dass der Orden die riesigen Pilgerströme ins Heilige Land kontrollierte und sich dadurch bereicherte. Hinzu kam, dass der Orden dafür eine Art Scheck- und Kreditsystem entwickelte. Den britischen Autoren Michael Baigent and Richard Leigh zufolge schuf der Orden eine Art mittelalterlichen Kapitalismus und durch seine Zinsbriefe die Grundlagen des erst später entstehenden modernen Bankwesens.5
Es waren in erster Linie die Templer, die verantwortlich waren für die Angriffe auf und die Massaker an Muslimen. Eben deshalb gewährte später der große Muslimische Heerführer Saladin nach seinem Sieg über die Kreuzfahrer in der Schlacht von Hattin im Jahr 1187 zwar den meisten Christen im Land Pardon, ließ jedoch zahlreiche Templer wegen ihrer Verbrechen hinrichten. Obwohl sie die Herrschaft über Jerusalem verloren und mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, ließen die Templer jedoch nicht locker. Obwohl der christliche Bevölkerungsanteil in Palästina stark zurückging, verstärkten sie in Europa selbst ihre Macht und wurden zum Staat im Staat, wo immer sie saßen - zuerst in Frankreich, dann auch in anderen europäischen Ländern.
Verständlicherweise beunruhigte dies zunehmend die europäischen Monarchen. Hinzu kam noch ein weiteres Problem mit den Templern, das vor allem die Kirche in Unruhe versetzte: Der Orden hatte sich im Lauf der Zeit mehr und mehr von der kirchlichen Orthodoxie entfernt, weil er während seiner Herrschaft über Jerusalem in enge Beziehungen mit  fremden religiös-mystischen Strömungen in Berührung gekommen war. Gerüchteweise wurde bekannt, dass sie dabei waren, merkwürdige Riten im Sinne dieser mystischen Strömungen einzuführen.
Schließlich entschloss sich der französische König Philipp le Bel im Jahr 1307, die Mitglieder des Ordens in seinem Land verhaften zu lassen. Nur wenige von ihnen konnten flüchten. Auch Papst Clemens V. schloss sich dem Coup des französischen Königs an. Nach jahrelangen Verhören und Prozessen gestanden viele der Templer, vom christlichen Glauben abgefallen zu sein und in ihren Schwarzen Messen den Namen Christi besudelt zu haben. Daraufhin wurden im Jahr 1314 die “Großmeister” genannten Führer des Templerordens, darunter der bedeutendste namens Jacques de Molay, auf Geheiß von König und Papst hingerichtet. Die Mehrheit der Tempelritter wurde zu Gefängnisstrafen verurteilt, der Orden aufgelöst. Offiziell gab es ihn anschließend nicht mehr.
Einige Historiker neigen dazu, das Vorgehen gegen die Templer als eine Verschwörung des französischen Königs darzustellen, dessen Anklagen gegen den Orden haltlos gewesen seien. Aber derartige Interpretationen des Geschehens sind in mehrerlei Hinsicht falsch. In ihrem Buch Secret Societies and Subversive Movements hat die berühmte britische Historikerin und Expertin für die Geschichte des Okkultismus, Nesta H. Webster, diese Theorien untersucht und widerlegt. Ihr zufolge ist es falsch, die Templer vom Vorwurf der Häresie freizusprechen, zu der sie sich während der Prozesse bekannt haben. Erstens, weil die meisten von ihnen, entgegen den Behauptungen, während der Verhöre nicht gefoltert wurden.
Den Templern, die die Kirche flohen, bot der schottische König Robert the Bruce Zuflucht.
Und außerdem: Klingen die Geständnisse  der Templer etwa wie eine Ausgeburt der Phantasie, wie man sie kennt bei Menschen, die gefoltert wurden? Es fällt schwer zu glauben, dass all die detaillierten und weitgehend übereinstimmenden Geständnisse von Initiationsriten in verschiedenen Ländern nur unter Folterungen abgerungene Geständnisse gewesen sein sollen. Wenn dem so gewesen sein sollte, dann hätte es Widersprüche zwischen den einzelnen Geständnissen geben müssen, dann wären all jene Berichte über ausschweifende Rituale  nur im Todesschmerz abgerungene Scheingeständnisse gewesen. Aber in allen Geständnissen wird unabhängig von der Person mehr oder weniger das Gleiche erzählt. 6
Wie auch immer: Die Prozesse gegen die Templer endeten mit der Auflösung des Ordens. Aber er hörte nur “offiziell” auf, zu existieren. In Wirklichkeit gab es ihn auch weiterhin. Während der Verhaftungswelle im Jahr 1307 konnte nämlich ein Teil der Templer entkommen und seine Spuren verwischen. Einer auf ernstzunehmenden historischen Dokumenten basierenden These zufolge flüchteten die meisten der verbliebenen Templer nämlich in das einzige europäische Land, das im 14. Jahrhundert die kirchliche Autorität nicht anerkannte, nämlich Schottland. Dort reorganisierten sich die Templer unter dem Schutz des schottischen Königs Robert the Bruce. Und so wurde es ihnen schon bald möglich, ihre okkulten Praktiken fortzusetzen, indem sie die damals wichtigste Gilde auf den britischen Inseln unterwanderten und schließlich völlig kontrollierten: die Gilde der Steinmetze und Baumeister.7
Zu Beginn der Neuzeit schließlich änderte die Gilde ihren Namen ab in “Freimaurerloge”. Die schottische Freimaurerloge ist deshalb die älteste “Filiale” des Freimaurertums und reicht zurück bis an den Beginn des 14. Jahrhunderts, zu jenen Tempelrittern, die nach Schottland entkommen konnten. Erkennbar ist dies schon an den Rangnamen der ersten Freimaurerloge, die nahezu identisch waren mit jenen bei den Templern. Sie werden bis heute verwendet.
Kurz gesagt: Philosophie, Glaubensgrundsätze und Riten der Templer sind nicht verschwunden, sondern haben im Gewand des Freimaurertums die Zeiten überlebt. Für diese These gibt es eine ganze Reihe historischer Beweise, die von vielen europäischen Historikern anerkannt werden, ob sie nun selbst Freimaurer sind oder nicht. In unserem eigenen Buch The New Masonic Order  haben wir diese Beweise eingehend schon untersucht.

Krieger und Bankiers: Ein Buch über die Templer
Obige These vom fließenden Übergang des Templertums in das Freimaurertum wird häufig auch in Zeitschriften angeführt, die unter Freimaurern zirkulieren. Unter Freimaurern selbst ist sie sehr beliebt. Eines dieser Magazine heißt Mimar Sinan und stammt von türkischen Freimaurern. Dort wird die Beziehung zwischen Templern und Freimaurern folgendermaßen beschrieben:
Nachdem im Jahr 1312 der König von Frankreich auf Druck der Kirche hin den Templerorden aufgelöst  und dessen Vermögen auf den Johanniterorden übertragen hatte, hörte der Orden keineswegs auf zu existieren. Die große Mehrheit der Templer schlüpfte unter in den damals in ganz Europa tätigen Freimaurerlogen. Der Anführer der Templer, Mabeignac, zum Beispiel tarnte sich in Schottland in einer Freimaurerloge unter dem Namen MacBenach. All das geschah unter der Schirmherrschaft des schottischen Königs Robert of Bruce, der ihren wachsenden Einfluss innerhalb dieser Gilde duldete und förderte. In der Folge wuchs wegen der Ideen und Geschicklichkeit der schottischen Freimaurer deren Ansehen. Deshalb steht noch heute bei den Freimaurern der Name MacBenach in hohem Ansehen. Es waren später die schottischen Freimaurer, die nach Frankreich zurückkehrten und dort einen Ritus einführten, der deswegen bis heute  “Scottish Rite” genannt wird. 8
Auch sonst präsentiert Mimar Sinan eine Menge Informationen über die Beziehungen zwischen Templern und Freimaurern. In dem Artikel “Templer und Freimaurer” wird festgestellt, dass “der Ritus der Initiationszeremonie bei den Templern weitgehend demjenigen bei den heutigen Freimaurern ähnelte”. 9  Und ähnlich wie bei den Templern sprechen sich auch die heutigen Freimaurer noch immer mit “Bruder” an. 10 Gegen Ende des Artikels ist zu lesen:

Das Magazin Mimar Sinan, ein türkisches Freimaurerorgan, ist für die eigenen Mitglieder bestimmt.
Der Templerorden und die Freimaurerlogen haben sich gegenseitig in bemerkenswertem Maß beeinflusst. Sogar die Riten der Logen sind derart ähnlich, dass sie wieKopien jener der Templer wirken. So gesehen, haben sich die Freimaurer weitgehend offenbar selbst soweit mit den Templern identifiziert, dass man sagen kann, dass das Meiste am ursprünglichen esoterischen Freimaurertum großteils ein Erbe des Templertums ist. Zusammenfassend lässt sich also, wie im Titel dieses Aufsatzes angedeutet, sagen, dass der Ausgangspunkt des Freimaurertums im Templertum lag und  nur ihr Endpunkt bei ihm selbst. 11
Angesichts dessen kann man also mit Fug und Recht behaupten, dass die Wurzeln des Freimaurertums bis zu den Templern zurückreichen, deren Philosophie in den Freimaurerlogen fortlebt bis heute. Die Freimaurer selbst haben damit kein Problem. Was uns jedoch daran interessiert, ist die Frage nach dem Wesen dieser Philosophie. Warum sind die Templer vom christlichen Glauben abgefallen und zu einem häretischen Orden geworden? Was hat sie dazu gebracht? Und warum ausgerechnet während ihrer Herrschaft über Jerusalem?
TEMPLERORDEN UND KABBALA
Das von Christopher Knight und Robert Lomas, zwei Freimaurern, vorgelegte Buch The Hiram Key enthüllt weitere wichtige Einzelheiten über das Freimaurertum. Für die Autoren besteht keine Frage, dass das Freimaurertum aus dem Templertum hervorgegangen ist. Aber die Autoren sind auch den Ursprüngen des Templertums nachgegangen.
EIN FREIM AURERTEMPEL: ROSSLYN CHAPEL

Die Kirche namens "Rosslyn Chapel" nahe Edinburgh in Schottland gilt als Symbol für den häretisch-heidnischen Glauben der Templer. Bei der Errichtung dieses Bauwerks wurden Freimaurer und Rosenkreuzer, die Nachfolger der Templer, beauftragt, die das ganze Gotteshaus mit Sinnbildern ihrer heidnischen Philosophie schmückten.

   In einer Publikation der türkischen Freimaurer, dem Magazin Mimar Sinan, werden die freimaurerischen Ursprünge und die heidnischen Elemente der Kirche mit folgenden Worten beschrieben:
Der schlagendste Beweis für die Einheit der Templer und Freimaurer in Schottland ist die Burg mit der Kapelle im Dorf Rosslyn, 10 km südlich von Edinburgh und 15 km vom alten Templerzentrum bei Balantrodoch. Die Templer lebten in dieser Region und in dieser Burg besonders nach 1312 unter dem Schutz der Barone von St. Clair.
                 
… Die Kirche wurde 1446-48 von Sir William St. Clair erbaut, der zu jener Zeit einer der berühmtesten Adligen in Schottland und auch in Europa war. Freimaurer und Rosenkreuzer beteiligten sich am Bau. Chefarchitekt des Bauwerks war der Templer-Großmeister Sir William St. Clair, der umherreisende freimaurerische Architekten und Steinmetze aus allen Teilen Europas beauftragte. Im nahen Dorf Rosslyn wurden neue Häuser gebaut, und es wurde dort eine Loge ins Leben gerufen … 

Rosslyn Chapel in der Gegenwart und ein Beispiel ihrer heidnischen Symbole.
Grundriss und Dekor der Kirche sind einzigartig. Es gibt keine zweite Kirche dieser Art in Schottland oder  Europa. Die Atmosphäre eines Herodes-Tempels fing sie vorzüglich ein, und überall war sie verziert mit freimaurerischen Symbolen. Unter den Symbolen waren auch Reliefs an den Wänden und Häupter, die die Köpfe von Hiram und seinem Mörder darstellten, ein Relief mit einer Initiationszeremonie, die Schlusssteine der Bögen und Zirkel. Abgesehen davon, dass die Kirche in einem ausgeprägt heidnischen Stil mit ägyptischen, hebräischen, gotischen, normannischen, keltischen, skandinavischen, templerischen und freimaurerischen Architekturelementen erbaut ist und ausgesprochen prächtige Steinarbeiten enthält, ist einer ihrer interessantesten Aspekte, dass die Säulenkapitelle neben verschiedenen anderen Pflanzen mit Kaktus- und Getreidemotiven verziert sind.
…In der Kirche sind soviele heidnische Zierelemente zu sehen, dass ein Priester sich in seinem Bericht über die Taufe des Barons von Rosslyn 1589 beklagte: “Weil die Kirche voll von heidnischen Bildnissen ist, gibt es keinen geeigneten Platz mehr, um das Sakrament zu spenden. Am 31. August 1592 wurde als Ergebnis des auf Baron Oliver St. Claire von Rosslyn ausgeübten Drucks der heidnische Altar der Kirche zerstört. (Tamer Ayan: "Die älteste bekannte freimaurerische Institution – der schottische Royal Order", in: Mimar Sinan (1998), Nr. 110, S. 18-19)

Sie weisen nach, dass der Templerorden während seiner Zeit in Jerusalem eine fundamentale Veränderung durchmachte. Anstelle des Christentums setzten sie einen anderen Glauben. Ihm zugrunde lag ein Geheimnis, das sie im zerstörten Tempel Salomos bei ihren Streifzügen entdeckten. Die Autoren zeigen auf, dass die Templer ihre angebliche Rolle als Schutzmacht der Pilger in Palästina nur vortäuschten und in Wirklichkeit ganz andere Ziele verfolgten.
… Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Templer je den Pilgern Schutz gewährten. Fest steht lediglich, dass sie in den Ruinen des Herodes-Tempels umfangreiche Ausgrabungen machten. 12
Die Autoren von The Hiram Key standen nicht allein mit dieser These. Auch der französische Historiker Gaetan Delaforge kommt zu ähnlichen Ergebnissen:
Die wirkliche Aufgabe der neun Ritter war es, in dieser Region Forschungen anzustellen, um bestimmte Relikte und Manuskripte zu entdecken, die Licht ins Dunkel der judäischen altägyptischen Geheimlehren bringen sollten.13

The Hiram Key: Pharaonen, Freimaurer und die Entdeckung der geheimen Schriftrollen von Jesus
Ende des 19. Jahrhunderts begann Charles Wilson von den Royal Engineers mit archäologischen Forschungen in Jerusalem. Schon vor seiner Ankunft war er davon überzeugt, dass es den Templern in Wirklichkeit um die Tempelruinen in Jerusalem ging. Und tatsächlich entdeckte er Grabungsspuren unterhalb der Tempelruinen, die er den Templern zuschrieb. Seine Funde sind noch heute Bestandteil der Robert-Brydon-Collection, die eine ganze Reihe von Exponaten zur Geschichte der Templer beherbergt.14
Die Autoren von The Hiram Key behaupten, dass die Ausgrabungen der Templer durchaus erfolgreich waren, und dass ihre Funde ihr ganzes Weltbild umkrempelten. Auch andere Forscher unterstützen diese Theorie. Es muss damals etwas gegeben haben, das die Templer dazu gebracht hat, ihrem christlichen Glauben abzuschwören und sich einer davon völlig verschiedenen okkulten Religion zuzuwenden, Schwarze Messen und Schwarze Magie zu praktizieren.
Die meisten Forscher sind sich dahingehend einig, dass dieses “Etwas” die jüdische Kabbala war. Die ursprüngliche Wortbedeutung von Kabbala ist “mündliche Überlieferung”. In Lexika und Wörterbüchern wird der Begriff umschrieben als esoterisch-mystische Variante des jüdischen Glaubens. Gemäß dieser Definition beschäftigt sich die Kabbala mit der verborgenen Wahrheit in der Thora und anderen jüdischen Schriften. Wenn man jedoch der Sache genauer nachgeht, kommt man zu einem ganz anderen Ergebnis. Denn die Tatsachen zwingen zum Schluss, dass die Kabbala älter ist als die Thora und im heidnischen Götzendienst wurzelt. Erst nach Offenbarung der Thora jedoch verbreitete sie sich innerhalb des Judentums.
Diese interessante Information über die Kabbala kommentiert der türkische Freimaurer Murat Ozgen in seinem Buch Masonluk Nedir ve Nasildir? (Was ist Freimaurertum und wie ist es beschaffen?) folgendermaßen:
Wir wissen nicht genau, woher die Kabbala stammt und wie sie sich entwickelt hat. Es ist   jedenfalls ein Sammelname für eine einzigartige, metaphysisch konzipierte, esoterische und mystische Philosophie, die teilweise verwoben ist mit dem Judäismus. Der Kabbalismus gilt als eine Art des jüdischen Mystizismus, aber einige seiner Elemente sind mit Sicherheit älter als die Thora.15

Obwohl sich die Kabbala mit dem Judentum entwickelte, beruht sie auf von diesem unabhängigen Quellen. Die Kabbala entsprang dem heidnischen Glauben des alten Ägypten und Mesopotamiens.

 Dieser Meinung ist nicht nur der französische Historiker Gougenot de Mousseaux 16, sondern auch der jüdische Historiker Theodor Reinach, für den die Kabbala “ein Gift ist, das in die Adern des Judentums eingedrungen ist und es vergiftet hat”. 17 Er hält die Kabbala für “eine der schlimmsten Verirrungen des menschlichen Geistes”. 18
Der Grund für Reinachs Argument ist, dass die Kabbala zwiefellos vom Geist der Magie durchseelt ist. Jahrtausendelang war sie einer der Eckpfeiler jeglicher Art von magischen Ritualen. Deshalb werden Rabbis, die die Kabbala studieren, auch magische Kräfte zugeschrieben. Selbst Nicht-Juden hängen der Kabbala an und greifen bei ihren magischen Praktiken auf sie zurück. Alle esoterischen Strömungen, die seit dem späten Mittelalter in Europa entstanden sind, vor allem die Alchimisten, wurzeln weitgehend in der Kabbala.
Das Merkwürdige daran ist, dass der Judäismus ja eine monotheistische Religion ist, die auf der Offenbarung Allahs gegenüber Moses (Friede sei mit ihm!) in der Thora basiert. Schwer erklärbar, wie innerhalb dieser Religion eine im magischen Denken verwurzelte Religion wie jene der Kabbala je Platz finden konnte. Es passt allerdings zu dem, was wir oben schon behauptet haben und beweist, dass das kabbalistische Denken von außen an den Judäismus herangetragen wurde. Aber von woher?
Der jüdische Historiker Fabre d Ólivet behauptet: aus dem Alten Ägypten. Dort sieht er die Ursprünge der Kabbala. Er erklärt dies mit der ägyptischen Gefangenschaft des israelischen Volkes, wo führende Köpfe der Juden mit der ägyptischen religiösen Tradition in Berührung kamen, daraus das kabbalistische Denken in mündlicher Form entwickelten und von Generation zu Generation weitergaben.19 Deshalb müssen wir uns zunächst dem Alten Ägypten zuwenden, um das fehlende Kettenglied entlang der Entwicklungslinie Kabbala-Templer-Freimaurer zu finden.
DIE FINSTERE WELT DER KABBALA
Der jüdische Historiker Theodore Reinach beschreibt die Kabbala als “ein raffiniertes Gift, das in die Adern des Judentums dringt und es zur Gänze verseucht.” Solomon Reinach erklärt die Kabbala als “eine der schlimmsten Verirrungen des menschlichen Geistes.” Diese Abbildung moderner kabbalistischer Arbeiten spiegeln die finstere Welt der Kabbala wider.
DIE  MAGIERE DES ALTEN ÄGYPTEN
Das ägyptische Reich der Pharaonen gehört zu den ältesten frühen Hochkulturen der Menschheit. Allerdings auch eines mit der stärksten Unterdrückung. All die staunenswerten Bauwerke des Alten Ägypten - die Pyramiden, Tempel und Obelisken - wurden erbaut von Hunderttausenden von Sklaven, die sich zu Tode schuften mussten, ständig unter der Knute und vom Hunger gequält. Ihre Beherrscher, die Pharaonen, sahen sich selbst als Götter und ließen sich entsprechend von ihrem Volk verehren.
Eine der Quellen unserer Kenntnis über das Alte Ägypten sind seine eigenen Inschriften. Sie wurden im 19. Jahrhundert entdeckt und nach jahrzehntelanger Arbeit schließlich entschlüsselt, um ihre Geheimnisse preiszugeben. Da sie jedoch stets von offiziellen Schreibern stammen, sind sie voll von voreingenommenen Berichten, um die damalige Staatsraison zu verherrlichen.
Für unsere Zwecke jedoch ist der Quran die beste Wissensquelle. Dort, in den Versen, die von Moses handeln, finden wir wichtige Informationen über das altägyptische Gesellschaftssystem. Dort erfahren wir, dass es zwei Machtzentren im Pharaonenreich gab: den Pharao selbst und seinen “Staatsrat”. Letzterer übte beträchtlichen Einfluss auf den Pharao aus, weil dieser oft dessen Rat einholte und ihm meist auch folgte. Untenstehende Verse dokumentieren diesen Einfluss:
Und Moses sprach: "O Pharao! Siehe, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Es gehört sich für mich, nichts als die Wahrheit über Allah zu sprechen. Ich bin zu euch mit einem deutlichen Beweis von euerem Herrn gekommen. Darum entlass die Kinder Israels mit mir." Er sprach: "Wenn du wahrhaftig mit einem Wunderzeichen kamst, so zeige es her." Da warf er seinen Stab hin und, siehe, er wurde offensichtlich zu einer Schlange. Und er zog seine Hand hervor und, siehe, da war sie für die Betrachter weiß. Die Vornehmen vom Volke Pharaos sprachen: "Wahrlich, dies ist ein gelehrter Zauberer; er will euch aus euerem Land vertreiben! Was befehlt ihr da?" Sie sprachen: "Lass ihn und seinen Bruder warten, und schicke Leute in die Städte, die zusammenrufen, um dir jeden gelehrten Zauberer zu bringen! (Sure 7:104-112– al-A´raf)
Aus diesen Versen geht unmissverständlich hervor, dass es diese Art von Staatsrat im Umfeld des Pharao gab, der ihn gegen Moses aufhetzte. Aus den historischen Quellen geht weiterhin hervor, dass sich dieser Staatsrat auf zwei Säulen stützte: das Heer und die Priesterschaft.


Eine altägyptische Hieroglypheninschrift


Die Bedeutung des Heeres für die Herrschaft der Pharaonen braucht nicht weiter erläutert werden, weil sie gerade damals selbstverständlich war. Mehr Beachtung müssen wir jedoch der Rolle der Priesterschaft schenken. Sie bildete eine eigene Klasse im Pharaonenreich, die im Quran als “Zauberer” bezeichnet wird. Sie waren die “Meister” des staatstragenden Kultes. Deshalb wurden ihnen magische Kräfte und Geheimwissen zugeschrieben. Die ihnen dadurch zugewachsene Autorität nutzte die Priesterschaft, um das Volk zu beeinflussen und dadurch wiederum ihre Stellung innerhalb der Staatshierarchie zu festigen. Die Priesterkaste, bekannt unter der Bezeichnung “Priester des Amun”, konzentrierte sich auf die Ausübung magischer und heidnischer Riten einerseits, und andererseits auf die Wissenschaften der Astronomie, Mathematik und Geometrie.

Die wichtigste Stütze des Pharaonenregimes im alten Ägypten war die Priesterschaft (Magier). Ihr Glaube bildete später die Wurzeln der Kabbala und wurde von da in die Freimaurerei übertragen.
Die Priesterschaft bildete eine Art Orden, der selbst davon überzeugt war, über besonderes Wissen zu verfügen - war also zweifellos eine esoterische Organisation. In der von türkischen Freimaurern herausgegebenen Zeitschrift Mason Dergisi werden die Ursprünge der Freimauerei auch tatsächlich auf vorher schon existierende esoterische Organisationen zurückgeführt, insbesondere auf die altägyptische Priesterkaste.
Seit sich das menschliche Denken entwickelt hat, hat sich auch die Wissenschaft entwickelt, und in dem Maß, wie sie sich entwickelt hat, hat sich die Zahl der Geheimnisse vermehrt innerhalb der Lehre eines esoterischen Denksystems. Im Zuge dieser Entwicklung, dieses esoterischen Unternehmens, die von Asien ausgehend sich bis nach Indien, Mesopotamien und Ägypten ausgebreitet hat, ist über Jahrtausende hinweg das Wissen der Priester gewachsen, das in der altägyptischen Priesterschaft schließlich seinen Höhepunkt erreichte. 20
Wie aber konnte es zu einer Beziehung kommen zwischen dem esoterischen Wissen der ägyptischen Priesterschaft und jenem der heutigen Freimaurer? Schließlich ist das ägyptische - im Quran als gottlos geltende - Reich der Pharaonen schon vor mehr als 2000 Jahren untergegangen. Wie kann sein Einfluss dann bis in die heutige Zeit reichen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir betrachten, wie die ägyptischen Priester über das Leben und den Ursprung des Universums nachgedacht haben.
DER ALTÄGYPTISCHE GLAUBE AN DIE MATERIALISTISCHE EVOLUTION
Christopher Knight und Robert Lomas behaupten in ihrem Buch The Hiram Key, dass vom Alten Ägypten starke Einflüsse bis zu den Anfängen des Freimaurertums reichen. Ihnen zufolge gilt dies vor allem für die Theorie des Universums. Für die ägyptische Priesterschaft ist es aus sich selbst heraus entstanden und hat sich durch Zufall entwickelt. Bei Knight und Lomas heißt es dazu:
Den alten Ägyptern zufolge hat die Materie schon immer existiert. Für sie war es undenkbar, dass ein Gott etwas aus nichts erschaffen haben könnte. Sie waren überzeugt, das Universum sei entstanden, indem Ordnung in das ursprüngliche Chaos gekommen sei, und dass seither der Gang der Dinge bestimmt sei durch den Kampf zwischen Chaos und Ordnung. … Den Zustand des Chaos nannten sie Nun, und ähnlich wie bei den Sumerern war dies für sie ein dunkler, lichtloser und wasserähnlicher Abgrund, dem eine schöpferische Kraft innewohnte, die Ordnung in das Chaos brachte. Diese latente Kraft innerhalb des Chaos war sich ihrer selbst aber nicht bewusst, war nur eine Art Wahrscheinlichkeit, eine bloße Potenz, untrennbar verknüpft mit den Zufällen der Unordnung. 21
Man merkt sofort, dass dieser Glaube in einer gewissen Übereinstimmung steht mit den Behauptungen des heutigen materialistischen Establishments und all jenen Wissenschaftlern, die mit Begriffen wie “Evolutionstheorie”, “Chaostheorie” und “Struktur der Materie” um sich werfen. Knight und Lomas fahren in ihrer Argumentation folgendermaßen fort:
Erstaunlicherweise entspricht diese Beschreibung der Schöpfung vollkommen der Auffassung der modernen Wissenschaft, vor allem der Chaostheorie, die komplexe Pläne aufgezeigt hat, die innerhalb völlig unstrukturierter Ereignisse erscheinen und sich mathematisch beschreibbar wiederholen. 22

Das “Weltbild” des alten Ägypten blieb nicht wie diese Statuen begraben, sondern wurde bis auf den heutigen Tag weitergetragen. Und zwar von jenen Geheimgesellschaften, die sich selbst als die Erben des alten Ägypten begreifen …
Beide behaupten also eine Übereinstimmung zwischen dem Glauben der alten Ägypter und der modernen Wissenschaft, verstehen darunter jedoch unhinterfragt nur materialistische Theorien wie jene der Evolutionstheorie und der Chaostheorie. Obwohl beide Theorien über keinerlei wissenschaftliche Grundlage verfügen, werden sie seit fast zweihundert Jahren jeglicher Form von Wissenschaftlichkeit übergestülpt und als wissenschaftlich bewiesen dargestellt. (In den folgenden Kapiteln werden wir uns mit ihren Urhebern auseinandersetzen.)
Damit sind wir an einem wichtigen Punkt unserer Argumentation im vorliegenden Buch angelangt. Fassen wir zusammen, was wir bisher herausgefunden haben:
1. Wir haben begonnen mit der Diskussion des Templerordens, weil dessen Einfluss bis zu den Freimaurern reicht. Wir haben gesehen, dass der ursprünglich christliche Orden der Templer von einer Geheimlehre beeinflusst wurde, die die Templer in Jerusalem entdeckt hatten, und die sie dazu brachte, ihrem Christentum abzuschwören und zu einer antireligiösen Organisation mit ketzerischen Riten zu werden.
2. Unsere Frage nach der Doktrin, die die Templer beeinflusst hat, sind wir auf die Kabbala gestoßen.
3. Als wir uns der Kabbala zugewendet haben, sind wir darauf gestoßen, dass es sich dabei zwar um eine Strömung innerhalb des jüdischen Mystik handelt, die jedoch älter als das Judentum ist und ihren Ursprung im Ägypten der Pharaonen hat.
4. Im Alten Ägypten herrschte ein heidnischer Glaube, der de facto zur Grundlage der modernen atheistischen Philosophie geworden ist: Der Glaube nämlich, dass das Universum aus sich selbst heraus entstanden ist und sich nach dem Zufallsprinzip entwickelt.
Daraus ergibt sich ein aufschlussreiches Bild. Ist es ein Zufall, dass bis heute die Philosophie der ägyptischen Priesterschaft fortlebt und eine Entwicklungskette über Kabbala und Templer bis zu den Freimaurern und der modernen Wissenschaft erkennbar ist? Ist es vorstellbar, dass die Freimaurer seit dem 18. Jahrhundert dem Gang der Geschichte ihren Stempel aufgedrückt haben, Revolutionen inspiriert, Philosophien konstruiert und politische Systeme installiert haben - also nur die Erben der altägyptischen Magiere waren und sind? Um eine klare Antwort auf diese Frage zu finden, müssen wir zunächst jene historischen Ereignisse genauer untersuchen, die wir bisher nur gestreift haben.

-II- DIE GEHEIMGESHICHTE DER KABBALA


Was zweite Buch der Thora trägt den Namen “Exodus”. Darin wird beschrieben der Auszug des israelischen Volkes aus dem pharaonischen Ägypten unter Führung von Moses. Vorher hatte der Pharao das jüdische Volk als Sklaven für sich arbeiten lassen und sich geweigert, es in die Freiheit zu entlassen. Aber nachdem er mit den von Moses durch den Willen Allahs vollbrachten Wundern und den von ihm herbeigeführten Sieben Plagen konfrontiert war, gab er widerwillig nach. So kam es, dass sich eines Nachts das jüdische Volk versammeln konnte und sich auf den Weg in die Freiheit machte. Kurz darauf griff der Pharao jedoch das israelische Volk an, das aber durch ein erneutes Wunder Allahs auf Flehen von Moses hin gerettet wurde.
Einen wirklich wahrheitsgemäßen Bericht darüber finden wir aber nur im Quran, weil die Thora nach ihrer Offenbarung an Moses zahlreichen Textverfälschungen unterworfen wurde. Ein wichtiger Beweis dafür ist die Tatsache, dass alle fünf Bücher des Pentateuch zahlreiche Widersprüche enthalten. Allein schon die Tatsache, dass das 5. Buch Moses mit Tod und Begräbnis des Moses enden, beweist ohne jeden Zweifel, dass das ganze Buch erst nach dem Tod des Moses hinzugefügt worden ist.
Im Quran hingegen ist der Auszug aus Ägypten vollständig und widerspruchsfrei wiedergegeben. Außerdem zeigt sich darin, wie auch an anderen damit verwobenen Textstellen, Allah in seiner ganzen Weisheit und Unergründlichkeit. Deshalb können wir bei genauerer Betrachtung dieser Erzählung daraus eine Reihe von Schlussfolgerungen ziehen.

Die Skulptur, die die Juden anbeteten, als sie von ihrem wahren Glauben abfielen, war laut vielen Forschern ein ägyptisches Götzenbild in der Form eines goldenen Kalbes.
DAS GOLDENE KALB
Eine wichtige den Exodus betreffende Tatsache ist laut dem Quran, dass sich das israelische Volk erhob gegen die ihm von Allah auferlegte Religion, obwohl Allah sie durch Moses aus der ägyptischen Gefangenschaft geführt hatte. Es war nicht bereit, den ihm durch Moses gestifteten Monotheismus zu verstehen und zu begreifen, sondern es fiel zurück in den Götzendienst. Im Quran heißt es dazu:
Und Wir führten die Kinder Israels durch das Meer. Dann kamen sie zu einem Volk, das seinen Götzen ergeben war. Sie sprachen: "O Moses, mache uns einen Gott wie ihre Götter!" Er sprach: "Ihr seid wirklich ein unbelehrbares Volk; Das, was sie anbeten, geht gewiss zu Grunde, und was sie tun, ist ohne jeden Wert." (Sure 7:138-139– al-A´raf)
Trotz aller Warnungen von Moses hielt das israelische Volk am Götzendienst fest und feierte ihn sogar, während er mühevoll auf den Berg Sinai stieg. Während seiner Abwesenheit drängte sich ein Mann namens Samiri nach vorn. Er malte die Vielgötterei in leuchtenden Farben vor ihre Augen und brachte sie soweit, dass sie aus Gold ein Kalb formten und es anschließend anbeteten.
Da kehrte Moses zu seinem Volke zurück, zornig und bekümmert. Er sprach: "O mein Volk! Hat euch nicht euer Herr eine schöne Verheißung gegeben? Erschien euch etwa die Zeit zu lang? Oder wolltet ihr, dass der Zorn eueres Herrn auf euch hereinbricht, und bracht so das mir gegebene Versprechen?"
Sie sagten: "Wir haben das dir gegebene Versprechen nicht aus eigenem Antrieb gebrochen. Doch wir waren mit der ganzen Last des Schmucks des (ägyptischen) Volkes beladen. So warfen wir ihn (ins Feuer), nach Vorbild des Samaritaners."
Und er brachte ihnen ein leibhaftig blökendes Kalb hervor. Da sagten sie: "Dies ist euer Gott und der Gott von Moses, den er inzwischen vergaß." (Sure 20:86-88– Taha)
Warum gab es unter den Israeliten eine derart hartnäckige Neigung zum Götzendienst? Woher kam sie?
Fest steht, dass eine Geselllschaft, die vorher noch nie an Götzen geglaubt hat, wohl kaum sich so albern verhalten würde, plötzlich ein Götzenbild zu schaffen und anzubeten. Derartiges muss schon vorher vorhanden oder angelegt gewesen sein.


Ein anderer altägyptischer Götze: Hathor, das goldene Kalb.
Das jüdische Volk jedoch war monotheistisch seit den Tagen von Stammvater Abraham. Der Name “Israeliten” oder “Söhne Israels” geht zurück auf die Söhne Jakobs, dem Enkel Abrahams, und wurde später auf das gesamte israelische Volk übertragen. Es hatte seinen monotheistischen Glauben bewahrt seit den Tagen von Abraham, Isaak und Jakob (Friede sei mit ihnen!). Zusammen mit Joseph (Friede sei mit ihm!) kamen sie nach Ägypten und blieben dort ihrem Glauben treu, obwohl sie mitten unter den gottlosen Ägyptern leben mussten. Der Quran lässt keinen Zweifel daran, dass das israelische Volk noch immer an einen Gott glaubte, als Moses unter es trat.
Die einzige Erklärung für den Abfall des israelitischen Volkes von Allah liegt darin, dass es von den heidnischen Ägyptern beinflusst wurde, unter denen sie lebten, und damit begannen, diese nachzuahmen und deren Vielgötterei zu verfallen.


Eine altägyptische Hathor-Skulptur.
Wenn wir die ganze Angelegenheit anhand der vorliegenden historischen Quellen betrachten, kommen wir zu genau diesem Ergebnis. Ein schlagender Beweis für diese These ist, dass das Goldene Kalb, das die Israeliten während der Abwesenheit von Moses errichteten, sein Vorbild hatte in den ägyptischen Göttern Hathor und Apis. In seinem Buch Zu lange in der Sonne schreibt der christliche Autor Richard Rives:
Hathor und Apis, die kuh- und stierköpfigen ägyptischen Götter, standen im Dienst des Sonnenkultes, der sich fast durch die ganze Geschichte des Pharaonenreiches zieht. Auch das Goldene Kalb der Israeliten zu Füßen des Berg Sinai stand in dieser Tradition. 23
Die Auswirkungen der heidnischen ägyptischen Religion auf die israelitische vollzogen sich in mehreren Wellen. Sobald die Israeliten in Berührung kamen mit einem heidnischen Volk, wurden sie für deren Aberglauben anfällig und sagten, wie im Quran überliefert: "O Moses, mache uns einen Gott wie ihre Götter!" (Sure 7:138–al-A´raf) oder: O Moses! Wir glauben dir nicht, bis wir Allah deutlich sehen." (Sure 2:55– al-Baqara). Darin zeigt sich, dass sie das Bedürfnis hatten, einen Gott anzubeten, den sie sehen konnten - so, wie sie es bei den Ägyptern gesehen hatten.
Dieser fatale Hang der Israeliten zur Vielgötterei a la Ägypten, wie oben von uns aufgezeigt, ist wichtig zum Verständnis für die textuellen Verzerrungen in der Thora und der Ursprünge der Kabbala. Wenn man diese beiden Faktoren genau betrachtet, wird deutlich, dass sowohl der Thora wie der Kabbala der altägyptische heidnische Glaube und eine materialistische Philosophie zugrundelagen.
           
PHARAONISCHES ÄGYPTEN UND KABBALA
Noch zu Lebzeiten von Moses begannen die Israeliten damit, Götter nachzuahmen, die sie in Ägypten gesehen hatten. Nach seinem Tod hielt sie nichts mehr davon ab, diesem Aberglauben noch mehr zu verfallen. Zwar galt das beileibe nicht für alle Israeliten, aber ein Teil von ihnen übernahm heidnische Vorstellungen von den Ägyptern. Sie entwickelten dabei einige der magischen Denkweisen der ägyptischen Priesterschaft und entstellten durch deren Einführung ihren ursprünglich monotheistischen Glauben.
Dieser “Import” aus Ägypten in den judäischen Glauben führte zur Entwicklung der Lehre der Kabbala. Auch sie war eine esoterische Geheimlehre, die im magischen Denken wurzelte. Interessanterweise ist der Schöpfungsbericht in der Kabbala völlig verschieden von dem in der Thora. Er ist eindeutig materialistisch und steht offensichtlich in der Tradition des ägyptischen Grundgedankens von der Ewigkeit der Materie. Murat Ozgen, ein türkischer Freimaurer, schreibt dazu Folgendes:
Tatsache ist, dass die Kabbala viele Jahre vor der Thora entstanden ist. Der wichtigste Abschnitt in der Kabbala handelt von der Entstehung des Universums. Und zwar völlig anders als in der Schöpfungsgeschichte aller theistischen Religionen. Der Kabbala zufolge standen am Beginn der Schöpfung die Sefiroth, übersetzt: “Kreise” oder “Kreisbahnen” mit zugleich materiellen und spirituellen Eigenschaften. Davon gab es insgesamt 32. Die ersten stellten das Sonnensystem dar, die anderen die Sterne im Universum. Vor allem darin zeigt sich darin die enge Beziehung zwischen der Kabbala und uralten astrologischen Glaubensystemen. … Folglich steht die Kabbala fernöstlichen Geheimlehren wesentlich näher als der jüdischen Religion. 24


Ein Sefiroth gehört zu den vulgärsten Ausdrücken in den heidnischen Lehren der Kabbala.
Die aus Kreisen gebildete Figur rechts auf dem kabbalistischen Holzschnitt ist ein Sefiroth. Kabbalisten versuchen, den Prozess der Schöpfung durch die Sefiroth zu erklären. Die Szenerie, die sie aufstellen, ist wirklich ein heidnischer Mythos, völlig verquer zu den in heiligen Schriften enthüllten Tatsachen.


Indem die Juden diese uralte materialistische und esoterische Denkweise, die in der Magie wurzelte, übernahmen, ignorierten sie die entsprechenden Verbote in der Thora. Stattdessen übernahmen sie von heidnischen Völkern magische Rituale, wodurch der Kabbalismus zu einer mystischen Strömung innerhalb des Judäismus wurde, und zwar in eindeutiger Abweichung von der Lehre der Thora. In ihrem Buch Geheimgesellschaften und subversive Bewegungen schreibt die britische Autorin Nesta H. Webster:
Wie wir wissen, hat die Zauberei bei den Kanaaniten schon lange vor der Eroberung Palästinas durch die Israeliten eine große Rolle gespielt. Ähnliche Götzenbetung und Wahrsagerei gab es auch in Indien, Ägypten und Griechenland. Entgegen allen diesbezüglichen Warnungen des Moses, vor allem im Dekalog, ließ sich das israelitische Volk vom Keim des Aberglaubens anstecken und verschmolz seinen angestammten monotheistischen Glauben mit magischen Glaubensinhalten anderer Rassen und Völker, die es sich dabei anverwandelte. Gleichzeitig eignete sich die kabbalistische Spekulation Elemente des persischen Philosophen Magi, des Neuplatonismus und der Neopythagoräer an. Deshalb kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass die uns heute vorliegende Kabbala mit Sicherheit nicht rein jüdischen Ursprungs ist. 25
Es gibt im Quran einen Vers, der sich ausdrücklich darauf bezieht. Dort spricht Allah davon, dass das israelitische Volk von anderen Völkern Zauberrituale übernommen habe:
Und sie folgten dem, was die Satane wider Salomos Reich vorbrachten. Nicht dass Salomo ungläubig war, vielmehr wären die Satane ungläubig, indem sie den Menschen Zauberei lehrten und was auf die beiden Engel* in Babylon, Harut und Marut, herabgekommen war. Doch lehrten sie keinen, ohne zuvor zu sagen: " Wir sind nur eine Versuchung; sei daher kein Ungläubiger!" Von ihnen lernte man, womit man Zwietracht zwischen Mann und Frau stiftet. Doch konnten sie ohne Allahs Erlaubnis niemand damit schaden. Sie lernten von den beiden, was ihnen schadete und nichts nützte; und sie wussten wohl, dass, wer sich solches aneignet, keinen Anteil am Jenseits hat. Und fürwahr, für Schlimmes verkauften Sie ihre Seelen. O dass sie es nur wüssten! (Sure 2:102– al-Baqara)
Hier offenbart uns Allah, dass ein Teil der Juden sich magische Praktiken angeeignet hat, obgleich sie wussten, dass sie dadurch im Jenseits bestraft werden würden. So haben sie die Gesetze Allahs verraten und “ihre eigenen Seelen verkauft” - kurz: Sie haben ihren eigenen Glauben verraten.
Die in obigen Quranversen erwähnten Tatsachen weisen hin auf wichtige Faktoren eines bedeutsamen Konflikts in der jüdischen Geschichte. Denn es gab eine harte Auseinandersetzung zwischen den Propheten, die Gott den Juden sandte und denen gläubige Juden folgten, und jenen Juden, die gegen Allahs Gebote verstießen und sich dem Heidentum in die Arme warfen.

Einige Juden wandten sich unter dem Einfluss der Kultur der heidnischen altägyptischen und mesopotamischen Zivilisationen von der Thora ab, die ihnen GOTT zum Führer gegeben hatte, und begannen, verschiedene Götzen anzubeten. Oben abgebildet ist ein heidnischer Sonnentempel.
HEIDNISCHE GLAUBENSELEMENTE IN DER THORA
Es ist wichtig, festzuhalten, dass von den Sünden der vom Glauben abgefallenen Juden sogar in ihrem eigenen Heiligen Buch, nämlich im Alten Testament, die Rede ist. Zum Beispiel im Buch Nehemia:
Am vierundzwandzigsten Tage dieses Monats kamen die Kinder Israels zusammen mit Fasten und Säcken und Erde auf ihnen und sonderten die Samen Israels ab von allen fremden Kindern und traten hin und bekannten ihre Sünden und ihrer Väter Missetaten. Und standen auf an ihrer Stätte, und man las im Gesetzbuch des Herrn, ihres Gottes, ein Viertel des Tages; und ein Viertel bekannten sie und beteten an den Herrn, ihren Gott. Und auf dem hohen Platz für die Leviten standen auf Jesua, Bani, Kadmiel, Sebanja, Bani und Chenani und schrien laut zu dem Herrn, ihrem Gott.
Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten Dir und warfen Dein Gesetz hinter sich zurück und erwürgten Deine Propheten, die ihnen zeugten, dass sie sollten sich zu Dir bekehren, und taten große Lästerungen. Darum gabst Du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie ängsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrien sie zu Dir; und du erhörtest sie vom Himmel, und durch Deine große Barmherzigkeit gabst Du ihnen Heilande, die ihnen halfen aus ihrer Feinde Hand. Denn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wieder Übel vor Dir. So verließest Du sie in ihrer Feinde Hand, dass sie über sie herrschten. So schrieen sie dann wieder zu Dir; und Du erhörtest sie vom Himmel und errettestest sie nach Deiner großen Barmherzigkeit vielmal. Und Du ließest ihnen bezeugen, dass sie sich bekehren sollten zu Deinem Gesetz. Aber sie waren stolz und gehorchten Deinen Geboten nicht und sündigten an Deinen Rechten und kehrten Dir den Rücken zu und wurden halsstarrig und gehorchten nicht.
… Aber nach Deiner großen Barmherzigkeit hast Du es nicht gar aus mit ihnen gemacht noch sie verlassen; denn Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Nun, unser Gott, Du großer Gott,  mächtig und schrecklich, der Du hältst Bund und Gerechtigkeit, achte nicht gering alle die Mühsal, die uns getroffen hat, unsere Könige, Fürsten, Priester, Propheten, Väter und dein ganzes Volk von der Zeit an der Könige von Assyrien bis auf diesen Tag. Du bist gerecht in allem, was Du über uns gebracht hast; denn Du hast recht getan, wir aber sind gottlos gewesen. Und unsere Könige, Fürsten, Priester und Väter haben nicht nach deinem Gesetz getan und nicht achtgehabt auf deine Gebote und Zeugnisse, die Du hast ihnen lassen bezeugen. Und sie haben Dir nicht gedient in ihrem Königreich und in Deinen großen Gütern, die Du ihnen gabst, und in dem weiten und fetten Lande, das Du ihnen dargegeben hast, und haben sich nicht bekehrt von ihrem bösen Wesen. (Nehemiah 9: 2-4, 26-29, 31-35)
Hier, bei Nehemia; kommt zum Ausdruck, dass ein Großteil der Juden durchaus den Wunsch hatte, zu ihrem Glauben an Gott zurückzukehren. Aber im Lauf der jüdischen Geschichte wurde eine andere Strömung immer stärker und prägte das Judentum so weitgehend, dass sich dadurch sogar das Wesen seiner Religion veränderte. Und so kam es dazu, dass sowohl in der Thora wie auch in anderen Teilen des Alten Testaments Elemente heidnischen Ursprungs quasi eingeschmuggelt wurden, wie schon die oben erwähnten, was eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Religion notwendig macht. Zum Beispiel:
•  Im ersten Buch der Thora wird gesagt, dass Gott das ganze Universum in nur sechs Tagen aus dem Nichts erschaffen habe. Das ist richtig und entspricht der wahren Offenbarung im Quran. Aber anschließend heißt es, Gott habe sich am siebten Tag ausgeruht - was eine völlig unhaltbare Behauptung ist. Denn damit wird Gott im heidnischen Sinn ein rein menschliches Bedürfnis zugeschrieben. In einem Quranvers sagt Gott selbst dazu:
Wahrlich, Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist in sechs Tagen, und dabei überkam Uns keine Ermüdung. (Sure 5:38– Qaf)
•   In anderen Abschnitten der Thora ist der Stil deutlich nicht respektvoll gegenüber Gott, vor allem nicht an jenen Stellen, wo unzulässigerweise menschliche Schwächen Gott zugeschrieben werden. Gott aber steht über solchen Dingen. Zu derartigen Anthropomorphismen in der Thora kam es, weil versucht wurde, im heidnischen Sinn Gott zu vermenschlichen.
•  Eine dieser blasphemischen Behauptungen ist, dass angeblich Jakob, der Stammvater der Israeliten, mit Gott gerungen und sogar gewonnen habe. Diese aberwitzige Geschichte wurde sicherlich erfunden, um die rassische Überlegenheit der Israeliten zu betonen, in Anlehnung an die unter heidnischen Völkern weitverbreiteten rassistischen Gefühle.
•   Im Alten Testament gibt es eine starke Tendenz, Gott als eine Art “nationales Eigentum” darzustellen - gerade so, als sei Er nur der Gott des Volkes Israel. Aber Gott ist Herr und Gott aller Menschen. Diese nationale Vereinnahmung Allahs entspricht ebenfalls heidnischen Denkweisen, in denen jeder Stamm jeweils seinen eigenen Gott anbetet.
•  In einigen Büchern des Alten Testaments (z. B. Buch Josua) wird dazu aufgefordert, schreckliche Gewalttaten gegüber anderen Völkern zu begehen. Dort wird zum Massenmord auch an Frauen, Kindern und älteren Menschen aufgerufen. Diese mitleidlose Barbarei widerspricht vollständig dem Gerechtigkeitsprinzip Allahs und erinnert an den Barbarismus heidnischer Kulturen, wo stets ein Kriegsgott angebetet wurde.
All diese heidnischen Gedanken, die in die Thora eingeflossen sind, müssen einen Ursprung gehabt haben. Es muss Juden gegeben haben, die eine der Thora fremde Tradition übernommen, gepflegt und verherrlicht und deshalb in die Thora selbst entsprechendes Gedankengut “eingeschleust” haben. Dessen Ursprung lag im Denken der altägyptischen Priesterschaft (den “Zauberern” der Pharao-Herrschaft). In der Tat war es die Kabbala, die von der verfälschten Thora aus durch diese Juden verbreitet wurde. Es war die Kabbala, die es dem altägyptischen und anderen heidnischen Denkweisen ermöglichte, die alte judäische Religion zu infiltrieren und sich innerhalb ihrer zu entwickeln. Natürlich behaupten die Kabbalisten, dass die Kabbala lediglich die verborgenen Geheimnisse der Thora ans Tageslicht bringe. Aber in Wirklichkeit, wie der jüdische Historiker Theodor Reinach von der Kabbala sagt, ist sie “ein schleichendes Gift in den Adern des Judäismus, die es vergiftet haben.” 26 Deshalb ist es auch möglich, in der Kabbala deutliche Spuren der altägyptischen materialistischen Ideologie zu entdecken.
DIE KABBALA: EIN DEM SCHÖPFUNGSGLAUBEN WIDERSPRECHENDES GEDANKENGEBÄUDE
Im Quran offenbart Gott, dass die Thora ein heiliges Buch ist, das der Menschheit zur Erleuchtung geschenkt wurde:
Siehe, Wir haben die Thora hinabgesandt, in der sich eine Rechtleitung und ein Licht befinden, mit der die gottergebenen Propheten die Juden richteten; so auch die Rabbiner und (Schrift-)Gelehrten nach dem, was vom Buche Allahs ihrer Hut anvertraut war und was sie bezeugten … (Sure 5:44– al-Ma’ida)
Deshalb ist die Thora ebenso wie der Quran ein Buch, das Wissen und Gebote enthält zu solchen Fragen wie der Existenz Allahs, Seiner Einheit, Seiner Attribute, der Erschaffung der Menschen und aller anderen Lebewesen, dem Zweck der Erschaffung des Menschen und den Moralgesetzen, die Gott den Menschen auferlegt hat. Leider existiert heute die ursprüngliche Thora nicht mehr. Wir kennen sie nur in einer “veränderten” Fassung, verdorben von Menschenhand.
Zwischen Thora und Quran gibt es eine wichtige Gemeinsamkeit: Gott wird als Schöpfer anerkannt, Gott wird absolut gesetzt und als Anfang der Zeit. Alles außer Gottselbst ist Seine Schöpfung, von Ihm aus dem Nichts erschaffen. Er hat das ganze Universum erschaffen und gestaltet, die Engel ebenso wie leblose Materie, die Menschen ebenso wie alle anderen Lebewesen. Gott ist eins mit Sich selbst.

Die Kabbala-Lehre von den Ursprüngen des Universums und der Lebewesen ist eine reichlich mit Mythen versehene Darstellung, völlig konträr zu den in den heiligen Schriften enthüllten Tatsachen der Schöpfung. 
Obwohl dies eine unumstößliche Wahrheit  ist, findet sich in der Kabbala diesbezüglich eine völlig andere Interpretation, eben jenes “schleichende Gift”. Der Gottesbegriff der Kabbala ist dem Schöpfungsgedanken in Thora und Quran diametral entgegengesetzt. In einer seiner Publikationen nimmt der amerikanische Forscher Lance S. Owens wie folgt Stellung zur Frage nach den Gründen dafür:
Die mystische Lebensphilosophie kennt mehrere Erfahrungen des Göttlichen, die sich alle fundamental von der orthodoxen Sichtweise unterscheiden. Der Grundgedanke des jüdischen Glaubens war und ist, dass es nur einen Gott gibt. Dem widerspricht die Kabbala zunächst nicht. Aber nachdem sie Gott als höchste Form einer untrennbaren Einheit behauptet, Sof, das Unendliche, genannt, behauptet sie anschließend, diese der menschlichen Erkenntnis unzugängliche “Singularität” habe zwangsläufig eine Folge distinkter göttlicher Erscheinungsformen durchlaufen, Sefiroth genannt, worunter zu verstehen sind unterschiedliche Aspekte oder “Gestalten” Gottes. Der Frage, wie und warum Gott sich aus Seiner ursprünglichen “Singularität” in eine Vielzahl von “Gottheiten” verwandelt hat, war schon immer ein Geheimnis, dem alle Kabbalisten unendlich viel Zeit, Meditation und Spekulation gewidmet haben. Jeder Kritik, wie vehement, aber weitgehend erfolglos auch immer vorgebracht, an diesem vielgestaltigen Gottesbild, wurde von den Kabbalsiten widerlegt. Nicht nur, dass im Kabbalismus Gott als vielgestaltig erscheint, seine unerkennbare ursprüngliche Emanation war angeblich die Aufspaltung in ein männliches und weibliches Prinzip, Hokhmah und Binah genannt. Aus dieser quasi “gesplitteten” Emanation Gottes sind dem Kabbalismus zufolge alle weiteren Entitäten entstanden27
Ein aufschlussreicher Aspekt dieser mystischen Theorie ist der, dass ihr zufolge die Menschen nicht erschaffen wurden, sondern angeblich göttlicher Natur seien. Dazu nochmals Owen:
Dieses komplexe Gottesbild … wurde in der Kabbala als einheitlich-anthropomorph veranschaulicht. In einer kabbalistischen Version erscheint Gott als Adam Kadmon, als erster oder archetypischer Mensch.. Mensch und Gott gemeinsam sind demnach ein beiden innewohnender, nicht erschaffener göttlicher Funke und eine komplexe organische Gestalt. Diese merkwürdige Gleichsetzung von Adam und Gott wird in dieser Kabbala-Variante durch eine Zahl ausgedrückt: Der Zahlenwert für beide, Gott und Adam, hebräisch Adam und Jehova (das Tetragrammaton Yod he vav he) ist der gleiche - 45. Also werden in der kabbalistischen Exegese Gott und Adam gleichgestellt: Adam ist Gott. Aus dieser Behauptung folgte zwingend, dass die ganze Menschheit in ihrer höchsten Vollkommenheit göttlich sei.28
Diese Art von Theologie war durchtränkt von heidnischer Mythologie und hat eben dadurch wesentlich dazu beigetragen, die Grundlagen des Judäismus zu zersetzen. In der jüdischen Kabbala werden die Grenzen des gesunden Menschenverstandes dermaßen weit überschritten, dass sogar menschlichen Lebewesen göttliche Eigenschaften zugeschrieben wurden. Eine weitere Implikation dieser Art von Theologie war, dass diese Eigenschaften nur Angehörigen des israelitischen Volkes zugeschrieben wurden, und in diesem Sinn andere Rassen nicht als menschlich galten. Logische Folge davon war, dass der ursprüngliche Judäismus allmählich von diesem Gedankengut unterwandert wurde, und so die angebliche Überlegenheit des israelitischen Volkes über andere Völker und Rassen bekräftigt wurde. Obwohl in klarem Widerspruch zur Thora, wurde die kabbalistische Lehre dem Judäismus im Lauf der Zeit einverleibt, was sogar zur Textverfälschung der ursprünglichen Thora führte.
Ein weiterer interssanter Aspekt der Kabbala ist ihre Ähnlichkeit mit heidnischen Glaubenssätzen des Alten Ägypten. Wie schon weiter oben erwähnt, galt den Ägyptern die Materie als ewig, also unerschaffen. Das Gleiche behauptet die Kabbala in Bezug auf menschliche Lebewesen und folgert daraus, dass, weil nicht erschaffen, Menschen auch nur sich selbst gegenüber verantwortlich seien.
Um es in heutiger Begrifflichkeit auszudrücken: Die alten Ägypter waren Materialisten, und das Ziel der Kabbalisten war ein weltlicher Humanismus. Es ist bemerkenswert, dass diese beiden Konzepte - Materialismus und weltlicher Humanismus - genau jener Ideologie entsprechen, von der die ganze Welt seit 200 Jahren durchdrungen ist. Deshalb drängt sich die Frage auf, ob es irgendwelche Kräfte gegeben hat, die das Gedankengut des Alten Ägypten und der Kabbala bis in die heutige Zeit herübergerettet haben.
VON DEN TEMPLERN ZU DEN FREIMAURERN
Als wir weiter oben von den Templern gesprochen haben, haben wir festgestellt, dass dieser Kreuzritterorden irgendwann auf geheimnisvolle Funde in Jerusalem stieß, die den Orden dazu brachten, vom christlichen Glauben abzufallen und magischen Riten zu verfallen. Wir haben gesagt, dass eine ganze Reihe von Forschern zur Auffassung kam, dass dieses Geheimwissen über die Kabbala an die Templer kam. In seinem Buch Histoire de la Magie präsentiert der französische Autor Eliphas Levi eine Reihe von Beweisen, dass sich die Templer eingehend mit der kabbalistischen Geheimlehre befassten und weitgehend von ihr beeinflusst wurden.29 Demnach wurde altägyptisches Gedankengut durch die Kabbala an die Templer weitergereicht.
In seinem Roman Das Foucaultsche Pendel hat der berühmte italienische Romancier Umberto Eco diese Tatsachen in die Romanhandlung eingebaut. Den ganzen Roman hindurch legt er seinen Protagonisten die Erzählung in den Mund, dass die Templer unter dem Einfluss der Kabbala standen, und dass die Kabbala ein bis ins pharaonische Ägypten zurückreichendes Geheimwissen enthalte. Eco zufolge haben einige prominente jüdische Denker ihr Geheimwissen von der altägyptischen Priesterkaste übernommen und es später in den ursprünglichen Pentateuch des Alten Testaments eingeschmuggelt. Und zwar heimlich, damit es nicht bemekt werden konnte - außer von den Kabbalisten selbst. (Das später in Spanien entstandene Buch Zohar war das das Grundwerk der Kabbala, das sich mit der Interpretation ders Pentateuch befasste.) Eco zufolge wiederentdeckten die Templer in der architektonischen Struktur des Tempels Salomos dieses altägyptische Geheimwissen mit Hilfe kabbalistischer Rabbis in Jerusalem.
Das in der Tempelstruktur enthaltene Geheimwissen war offenbar nur den in Palästina verbliebenen Rabbis bekannt … die es an die Templer weitergaben. 30
   
Nachdem sich die Templer das ägyptisch-kabbalistische Geheimwissen angeeignet und übernommen hatten, gerieten sie zwangsläufig in Konflikt mit dem christlichen Establishment in Europa. So gesehen, standen sie Schulter an Schulter mit dem damals wiedererstarkten Judentum. Nach der vom französischen König angeordneten und vom Papst gebilligten Auflösung des Templerordens im Jahr 1307 ging der Orden “in den Untergrund”, und schon bald darauf wuchs wieder sein Einfluss, und zwar in stärkerer und radikalisierter Weise.
Wie schon erwähnt, entkam eine Reihe von Tempelrittern der Verhaftung und flüchtete nach Schottland, dessen König der einzige in ganz Europa war, der damals nicht die päpstliche Autorität anerkannte. Dort infiltrierten sie die Baumeistergilde und beherrschten sie schon nach kurzer Zeit und formten sie im Sinn der Templer um. Die

Ein Modell des Tempels Salomos. Die Templer und Freimaurer glauben aufgrund ihrer abergläubischen Religion betreffs Salomo, dass dieser Tempel ein Geheimnis birgt, das seit den alten heidnischen Zivilisationen überliefert wurde. Deshalb streicht die freimaurerische Literatur die Bedeutung des Salomonischen Tempels besonders heraus.
Saat des Freimaurertums wurde in Schottland gesät. Bis heute ist der “Scottish Rite” das Herzstück  des Freimaurertums.
Wie schon in unserem Buch Der Neue Freimaurerorden nachgewiesen, sind die Spuren der Templer (und jüdischer Kreise)  im Gedankengebäude der Freimaurer seit dem 14. Jahrhundert über die späteren Jahrhunderte hinweg nachweisbar. Im Folgenden eine kurze Auflistung unserer Argumente und Beweise:
•  Eine wichtige Zufluchtsort für die Templer war die Provence im Frankreich. Während der damaligen Verhaftungswelle versteckten sich viele der Templer hier, und zwar nicht zufällig. Denn die Provence war ein Zentrum des europäischen Kabbalismus, hier wurde die vorher nur mündlich überlieferte Kabbala erstmals als Buch zusammengefasst.
• Einige Historiker sind davon überzeugt, dass der Bauernaufstand in England im Jahr 1381 von einer Geheimorganisation angefacht wurde. Alle mit der Geschichte der Freimaurerei befassten Experten stimmen darin überein, dass es sich dabei um die Templer gehandelt haben muss. Denn es war mehr als eine soziale Revolution, sondern ein geplanter Angriff auf die katholische Kirche. 31
•  Etwa ein halbes Jahrhundert nach diesem Aufstand initiierte der böhmische Geistliche Johannes Hus einen Aufstand gegen die katholische Kirche. Auch in diesem Aufstand spielten die Templer eine Rolle. Hus selbst beschäftigte sich mit der Kabbala, am stärksten beeinflusst war er von dem kabbalistischen Prager Rabbi Avigdor Ben Isaak Kara. 32
Diese Beispiele zeigen deutlich, dass die Beziehung zwischen Templern und Kabbalisten sich auf eine Veränderung der sozialen Ordnung in Europa richtete. Dieser Wandel schloss eine Veränderung der in Europa herrschenden christlichen Kultur mit ein zugunsten einer heidnisch geprägten Kultur, wie sie in der Kabbala vorgeformt war. Dem kulturellen Wandel sollten einschneidende politische Veränderungen folgen, wie zum Beispiel die französische und italienische Revolution …
In den folgenden Kapiteln werden wir uns einigen wichtigen Wendepunkten in der europäischen Geschichte zuwenden. Wir werden dabei immer wieder auf die Tatsache stoßen, dass es dabei jeweils eine Macht gegeben hat, die Europa von seinem christlichen Erbe abspalten und seine religiösen Institutionen zerstören wollte, zugunsten einer weltlichen Ideologie, die vermittels der Kabbala bis zum Glauben der altägyptischen Priesterschaft zurückreichte. Wie schon weiter oben angedeutet, lagen an der Wurzel dieser Ideologie die materialistische und humanistische Weltanschauung. Im nächsten Kapitel betrachten wir zunächst den Humanismus.

-III- WIEDERKEHR des HUMANISMUS

Für die meisten Menschen ist der Humanismus eine positive Sache, weil in ihm Begriffe wie Liebe zur Menschheit, Frieden und Brüderlichkeit von zentraler Bedeutung sind. Aber noch bedeutsamer ist der philosophische Aspekt des Humanismus: In seinem Zentrum steht ausschli≈eßlich die Idee der Verwirklichung der Menschlichkeit. Mit anderen Worten: Der Humanismus wendet sich ab von Gott, unserem Schöpfer und rückt den Menschen in den Mittelpunkt allen Geschehens. In einem gebräuchlichen Wörterbuch wird der Humanismus definiert als “ein Denksystem, das die Werte, Eigenschaften und Verhaltensweisen des menschlichen Seins über die Frage nach einer übernatürlichen Autorität stellt.” 33
Die klarste Definition des Humanismus stammt jedoch von jenen, die sich für ihn  einsetzen. Corliss Lamont, einer der bekanntesten heutigen Humanisten, schreibt darüber in seinem Buch Die Philosophie des Humanismus:

Humanismus ist heute ein anderes Wort für Atheismus geworden. Ein Beispiel dafür ist die für das amerikanische Magazin The Humanist typische Begeisterung für Darwin.
[Kurz:] Der Humanismus geht davon aus, dass die Natur die gesamte Wirklichkeit umfasst, dass Materie/Energie und nicht der Geist die stoffliche Grundlage des Universums ist, und dass es keine übernatürlichen Wesenheiten gibt. Die Nichtexistenz des Übernatürlichen bedeutet, unter menschlichen Gesichtspunkten, dass Menschen keine übernatürliche und unsterbliche Seele besitzen, und folglich, im Hinblick auf das Universum als Ganzes, es auch keinen übernatürlichen und ewigen Gott gibt. 34
Man erkennt unschwer, dass der Humanismus nahezu deckungsgleich mit dem Atheismus ist - was die Humanisten freimütig zugeben. Im vorigen Jahrhundert wurden zwei bedeutende Humanistische Manifeste veröffentlicht. Das erste stammt aus dem Jahr 1933 und wurde von einigen bedeutenden Persönlichkeiten dieser Zeit unterzeichnet. Das andere erschien 1973 und bezog sich explizit auf das erste Manifest, enthielt allerdings einige Ergänzungen hinsichtlich neuer Gesichtspunkte, die sich in den 40 Jahren dazwischen ergeben hatten. Tausende von Denkern, Wissenschaftlern, Schriftstellern und Medienschaffenden haben das zweite Manifest unterzeichnet, das von der noch immer tätigen American Humanist Association unterstützt wurde.
Wenn man beide Manifeste genauer liest, entdeckt man darin in beiden eine grundsätzliche gemeinsame Aussage - nämlich das atheistische Credo, dass das Universum und die Menschen darin nicht erschaffen worden sind, sondern unabhängige Existenzformen sind, die keiner Instanz oder Autorität unterworfen sind als sich selbst. Diese Grundthese wird ergänzt durch die Behauptung, dass der Glaube an den einen Gott bisher die gesellschaftliche und individuelle Entwicklung “gebremst” habe. In den ersten sechs Artikeln des ersten Manifests des Humanismus heißt es dazu:
Erstens: Religiöse Humanisten betrachten das Universum als selbstorganisiert und nicht erschaffen.
Zweitens: Der Humanismus hät den Menschen für einen Teil der Natur, der Ergebnis eines ständigen Prozesses ist.
Drittens: Wegen seiner organischen Betrachtungsweise des Lebens lehnt der Humanismus den traditionellen Dualismus von Körper und Geist ab.
Viertens: Der Humanismus anerkennt, dass jegliche religiös fundierte Kultur und Zivilisation in der Menschheitsgeschichte, wie anthropologisch und historisch dargelegt, das Ergebnis einer graduellen Entwicklung in Verbindung mit der natürlichen Umwelt und dem sozialen Umfeld ist. Jedes Individuum, in welcher Gesellschaft auch immer geboren, ist durch diese Faktoren geprägt.
Fünftens: Der Humanismus bekräftigt, dass die von der modernen Wissenschaft beschriebene Struktur des Universums unvereinbar ist mit der Annahme von Werten übernatürlichen oder göttlichen Ursprungs.
Sechstens: Wir sind überzeugt, dass die Zeiten des Theismus, Deismus, Modernismus und diverser Varianten des “New Thought” vorbei sind. 35
In diesen Formulierungen drückt sich unmissverständlich ein weitverbreitetes Denken aus, das wir schon kennen unter Bezeichnungen wie Materialismus, Darwinismus, Atheismus und Agnostizismus. Im ersten Artikel wird das materialistische Dogma von der ewigen Existenz des Universums formuliert. Der zweite Artikel wiederholt das Dogma der Evolutionstheorie, dass menschliche Lebewesen nicht erschaffen worden sind. Der dritte Artikel leugnet die Existenz der menschlichen Seele, indem er Menschen ausschließlich als körperliche Wesen begreift. Der vierte Artikel unterstellt eine “kulturelle Evolution” und verneint die Existenz einer von Gott erschaffenen und festgelegten menschlichen Natur. Der fünfte Artikel leugnet die Herrschaft Allahs über das Universum und die Menschheit. Der sechste schließlich behauptet das Ende des “Theismus”, also des Gottesglaubens.
Man sieht sofort, dass all diese Behauptungen keineswegs neu sind, weil sie Kreisen entstammen, die schon immer religionsfeindlich waren. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass der Humanismus die geistige Grundlage antireligiöser Ressentiments ist. Und zwar deshalb, weil der Humanismus nur ein Ausdruck dafür ist, dass “der Mensch ungeprüft sein Leben durchschreiten möchte” - was schon immer in der Geschichte Grundlage für die Leugnung Allahs war. In einem Vers des Quran sagt Gott dazu:
Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen ausfließenden Samens? Dann war er (als Embryo) ein sich Anklammerndes, und so schuf Er ihn und formte ihn. Und machte aus ihm Mann und Frau als Paar. Hat Er denn nicht die Macht, die Toten lebendig zumachen? (Sure 75:36-40– al-Qiyama)
In diesem Vers sagt uns Gott, dass die Menschen eben nicht “ungeprüft ihr Leben durchschreiten”, und erinnert uns dabei sofort daran, dass wir Seine Geschöpfe sind. Er tut das, weil, sobald ein Mensch erkennt, dass er ein Geschöpf Allahs ist, er zugleich erkennt, dass er eben nicht nur sich selbst, sondern Gott gegenüber verantwortlich ist.
In der Philosophie des Humanismus jedoch gilt der Mensch als nicht von Gott geschaffen, wie in den ersten beiden Artikeln des ersten Humanistischen Manifests festgehalten. Darüberhinaus jedoch behaupten die Humanisten, dass die Wissenschaft ihre These angeblich unterstützt.
Aber das stimmt nicht. Denn seit Veröffentlichung des ersten Humanistischen Manifests sind zwei wesentliche Voraussetzungen, die den Humanisten als wissenschaftlich gesichert galten - die These von der Ewigkeit des Universums und die Evolutionstheorie - durch die Wissenschaft “erledigt” worden.
1. Die These von der Ewigkeit des Universums wurde schon durch eine Reihe astronomischer Entdeckungen falsifiziert, während das Erste Manifest erst geschrieben wurde. Entdeckungen wie jene, dass das Universum expandiert, dass es eine kosmische Hintergrundstrahlung gibt, sowie die Berechnung der Wasserstoff-Helium-Relation haben gezeigt, dass das Universum einen Anfang hat, weil es nämlich vor mindestens 15-17 Milliarden Jahren in einer “Urknall” genannten gigantischen Explosion entstanden ist. Selbst Anhänger des humanistischen und materialistischen Denkens haben inzwischen die Urknalltheorie widerwillig akzeptiert. Heute gilt sie längst als wissenschaftlich erwiesen - sehr zum Kummer der Humanisten, weil ihnen dadurch ein “Standbein” ihrer gesamten Argumentation “weggebrochen” ist. Anthony Flew, der vorher ein atheisticher Denker war und dann an die Existenz eines Schöpfers zu glauben began, musste gestehen:
Ich werde deshalb mit dem Eingeständnis beginnen, dass ich als eingefleischter Atheist durch den wissenschaftlichen Konsens über den Urknall zutiefst verunsichert bin. Denn es scheint erwiesen zu sein, dass die modernen Kosmologen genau das bewiesen haben, was Thomas von Aquin als philosophisch nicht beweisbar behauptet hat - dass nämlich das Universum einen Anfang hat. 36
2. Die Evolutionstheorie, die zweite dem ersten Humanistischen Manifest zugrundeliegende wissenschaftliche Theorie, hat ebenfalls schon wenige Jahrzehnte seit ihrer Veröffentlichung  an Glaubwürdigkeit verloren. Heutzutage steht fest, dass Szenarien über den Ursprung des Lebens bei atheistischen (bzw. humanistischen) Autoren wie zum Beispiel A. I. Oparin und J.B.S. Haldane in der 1930er Jahren wissenschaftlich nicht haltbar waren, weil unmöglich Lebewesen spontan-zufällig aus unbelebter Materie entstanden sein können, wie von ihnen behauptet. Denn die Fossilienfunde dokumentieren eindeutig, dass sie nicht einen Prozess sich akkumulierender kleiner Veränderungen durchlaufen haben, sondern mit all ihren jeweiligen Eigenschaften quasi “auf einen Schlag” ins Sein getreten sind - eine Tatsache, die selbst von evolutionistischen Paläontologen seit der 1970er Jahren nicht mehr bestritten wird. Die moderne Biologie hat gezeigt, dass alle Lebewesen keineswegs das Ergebnis von Zufall und Naturgesetzen sind, sondern dass in jedem lebenden Organismus hochkomplexe Systeme stecken, die auf einen einmaligen Schöpfungsakt hinweisen. (Siehe dazu: Harun Yahya, Der widerlegte Darwinismus: Der Zusammenbruch der Evolutionstheorie im Licht der modernen Wissenschaft) 
Außerdem ist die Behauptung, der religiöse Glaube habe den menschlichen Fortschritt behindert und zu Konflikten geführt, durch die geschichtliche Erfahrung längst widerlegt. Die Humanisten behaupten seit jeher, die Abschaffung religiösen Glaubens mache die Menschen zufriedener und glücklicher, aber genau das Gegenteil ist richtig. Sechs Jahre nach Veröffentlichung des ersten Manifests brach der 2. Weltkrieg aus, der auf das Konto der weltlichen faschistischen Ideologie ging und unendliches Leid über die ganze Welt brachte. Die humanistische Ideologie des Kommunismus ist gescheitert, zuerst in der Sowjetunion, dann in China, Kambodscha, Vietnam, Nordkorea, Kuba und diversen afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern. Etwa 120 Millionen Menschen sind dem Kommunismus zum Opfer gefallen. Ebenso so offenkundig ist, dass auch der Kapitalismus in den westlichen Industriestaaten, der sich angeblich dem Humanismus verpflichtet fühlt, den Menschen weder Frieden noch Glück beschert hat.
Auch im Bereich der Psychologie ist der Zusammenbruch der humanistischen Argumentation unübersehbar. Der freudianische Mythos, ein Eckpfeiler des modernen Atheismus seit Beginn des 20. Jahrhunderts, ist durch gegenläufige Tatsachen inzwischen widerlegt. Der Wissenschaftler Patrick Glynn an der George Washington University stellt dazu in seinem Buch Gott: Die Evidenz und die Wiederversöhnung von Glaube und Vernunft in einer postsäkularen Welt  Folgendesfest:
Das letzte Vierteljahrhundert des 20. Jahrhunderts war der Psychonanlyse nicht gerade freundlich gesonnen. Denn die meisten der Freudschen Thesen haben sich in diesem Zeitraum als völlig unhaltbar erwiesen. Ganz zu schweigen von anderen Thesen. Heute steht im Gegensatz dazu fest, dass im erklärten Widerspruch zum Freudianismus und seiner Theorie der Neurosen geistige Gesundheit und Glück untrennbar verknüpft sind mit religiösem Glauben. Mehr und mehr Studien haben gezeigt, dass es eine machtvolle Beziehung zwischen Religiosität und Lebenspraxis ebenso gibt wie einen gesunden Umgang mit Problemen wie Selbstmord, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Scheidung, Depressivität, ja sogar überraschenderweise mit Sexualität innerhalb der Ehe. 37
Kurz gesagt: Die angeblich wissenschaftliche Grundlage des Humanismus hat sich als brüchig und seine Versprechungen als nichtig erwiesen. Dessen ungeachtet haben die Humanisten keineswegs ihre Anschauungen aufgegeben. Im Gegenteil: Sie verbreiten sie weiterhin mit Hilfe der Massenmedien in aller Welt. Vor allem während der Nachkriegszeit hat sich die Propaganda der Humanisten verstärkt ausgebreitet in Wissenschaft, Philosophie, Musik, Literatur, Kunst und Film. Die zwar attraktive, aber hohle humanistische Ideologie ist den Massen permanent aufgedrückt worden. Ein Beispiel dafür ist das Lied Imagine von John Lennon, dem geistigen Kopf der Beatles, der erfolgreichsten Musikgruppe aller Zeiten:
John Lennon war mit seinem Songtext "Imagine there is no religion" einer der prominentesten Verfechter der humanistischen Philosophie im 20. Jahrhundert. 
Stell dir vor, es gibt keinen göttlichen Himmel
Es ist leicht, wenn du es versuchst:
Keine Hölle unter uns
Über uns nur der Himmel!
Ich stelle mir vor all die Menschen
Die im Heute leben …
Stell dir vor, es gibt keine Staaten
Auch das ist leicht
Nichts, wofür sich das Töten oder Sterben lohnt
Und auch keine Religion mehr …

Wahrscheinlich denkst du, ich sei ein Träumer
Aber ich bin nicht der einzige
Ich hoffe, du wirst eines Tages einer von uns
Dann wird die Welt nur noch eine sein.


Dieser Song wurde im Jahr 1999 in Meinungsumfragen zum “Song des Jahrhunderts” gewählt. Er ist ein gutes Beispiel dafür, mit welcher Gefühlsduselei der Humanismus ohne rationale oder gar wissenschaftliche Begründung versucht, die Massen zu beeinflussen. Da er keine rationalen Argumente gegen die Religion und deren Wahrheiten zu bieten hat, greift er eben zu Mitteln der Massensuggestion.
Nachdem die Wirkung des ersten Humanistischen Manifests von 1933 verpufft war, präsentierten die Humanisten 40 Jahre später ein zweites Manifest. Am Anfang dieses Dokuments wurde der Versuch unternommen, zu erklären, warum aus den Versprechungen des ersten Manifests nichts geworden war. Abgesehen von der argumentativen Schwäche dieser Erklärungsversuche, zeigte er die Hartnäckigkeit, mit der die Humanisten an ihrem Atheismus festhielten. Das auffälligste Merkmal dieses Manifests ist das Festhalten an der antireligiösen Grundhaltung des Manifests von 1933. Wie schon 1933, sind wir Humanisten noch immer überzeugt, dass jegliche Form des traditionellen Theismus, insbesondere jener mit einem die menschlichen Gebete erhörenden Gott, Der sich um die Menschen sorgt, ihre Gebete erhört und sie erfüllt, ein unbeweisbarer und veralteter Glaube ist. … Wir glauben … dass alle traditionellen dogmatischen oder autoritären Religionssysteme, die Offenbarung, Gott, Ritus oder Glaubenbekenntnis höher stellen als menschliche Bedürfnisse und Erfahrungen der menschlichen Spezies eher schaden als nutzen … Wir Atheisten setzen an den Anfang Menschen, nicht die Natur, Gott oder Götter. 38
Dies ist eine ausgesprochen oberflächliche Erklärung. Um wahre Religion zu verstehen, bedarf es zunächst der Intelligenz und dem Verständnis, grundlegende Gedanken zu begreifen. Voraussetzung dafür sind Ernsthaftigkeit und Vorurteilsfreiheit. Humanisten jedoch sind Personen, die um jeden Preis versuchen, ihre vorgefassten leidenschaftlichen atheistischen und antireligiösen Vorurteile als angeblich rational an den Mann zu bringen.

Im Gegensatz zu den Versprechungen der humanistischen Philosophie brachte der Atheismus nur Krieg, Streit, Grausamkeit und Leiden über die Welt.

Aber die Anstrengungen der Humanisten, den Glauben an Gott und montheistische Religionen als unbegründbar und veraltet zu diskreditieren, sind keineswegs neu, sondern sie werden seit Jahrtausenden unternommen von allen, die die Existenz Allahs leugnen. Im Quran erklärt Gott dieses uralte Argument der Ungläubigen folgendermaßen:
Euer Gott ist ein einziger Gott. Und jene, die nicht ans Jenseits glauben: ihre Herzen verleugnen es! Und sie sind hochmütig. Zweifellos kennt Allah, was sie verbergen und was sie offenlegen. Fürwahr, Er liebt die Hochmütigen nicht. Und wenn sie gefragt werden: "Was hat euer Herr herabgesandt?", so sagen sie: "Fabeln aus alter Zeit!" (Sure 16:22-24– an-Nahl)
Dieser Vers enthüllt den wahren Grund der Ungläubigen für die Leugnung Allahs: Es ist die in ihren Herzen verborgene Überheblichkeit. Die Philosophie des Humanismus ist nur das äußere Gewand ihrer Leugnung Allahs. Mit anderen Worten: Der Humanismus ist kein neues Denken, wie seine Anhänger behaupten, sondern nur neuer Wein in den alten Schläuchen jener, die Gott aus Überheblichkeit leugnen. Sobald wir die Geschichte des Humanismus in Europa genauer untersuchen, finden wir hinreichend Beweise für unsere These.
DIE WURZELN DES HUMANISMUS IN DER KABBALA
Wir haben bereits aufgezeigt, dass die Ursprünge der Kabbala bis in die ägyptische Gefangenschaft der Israeliten zurückreichen, und dass ihr Gedankengut im Lauf der Zeit in den ursprünglichen Glauben der Israeliten eingesickert ist und ihn korrumpiert hat. Wir haben auch schon gezeigt, dass eine der Grundthesen der Kabbala die altägyptische ist, derzufolge menschliche Lebewesen nicht von Gott erschaffen worden sind.
Seinen Siegeszug durch Europa begann der Humanismus von dieser Grundthese aus. Der christliche Glaube setzte die Existenz Allahs voraus, und daraus abgeleitet die Überzeugung, dass alle Menschen von Ihm erschaffen wurden, um Seine Diener zu sein. Mit der Ausbreitung des Templertums in ganz Europa jedoch zog auch die Kabbala eine ganze Reihe von Philosophen in ihren Bann. Ab dem 15. Jahrhundert begann der Humanismus der europäischen Geisteswelt seinen Stempel aufzudrücken.
In mehreren historischen Quellen zeigt sich unmissverständlich die Verbindung zwischen dem Humanismus und der Kabbala. Eine davon ist das Buch des berühmten Autors Malachi Martin mit dem Titel Die Wurzeln dieses Blutes. Der Autor ist Historiker am Vatikanischen Pontifikal-Bibelinstitut und behauptet, dass es keinen Zweifel am Einfluss der Kabbala auf den europäischen Humanismus geben kann.
Wie der Historiker der Vatikan-Universität, Malachi Martin, gezeigt hat, gibt es einen engen Zusammenhang zwischen dem Aufstieg des Humanismus in Europa und der Kabbala…
In diesem ungewohnten Klima von Ungewissheit und Herausforderung, das Italien während der Frührenaissance kennzeichnete, entstand ein Netzwerk humanistischer Vereinigungen, denen das Bemühen gemeinsam war, der allgegenwärtigen Kontrolle durch diesen Orden zu entkommen. Wegen dieser Absicht mussten sie im Verborgenen tätig bleiben, zumindest in ihren Anfängen. Abgesehen von dieser aufgezwungenen Geheimhaltung jedoch, hatten diese humanistischen Vereinigungen noch zwei weitere markante Gemeinsamkeiten.
Eine davon war, dass sie rebellierten gegen die traditionelle Exegese der Bibel, wie sie von kirchlichen und weltlichen Autoritäten betrieben und geltend gemacht wurde. Ihre Kritik bezog sich auch auf die philosophischen und theologischen Implikationen, die die Kirche daraus für das zivile und politische Leben ableitete…
Angesichts derartiger Absichten keineswegs überraschend, entwickelten diese Kreise eine durchaus eigene und eigenwillige Form der Bibelexegese und der Offenbarung Gottes. Sie klammerten sich dabei an etwas, das ihnen als absolutes Geheimwissen, als Gnosis, galt - nämlich kultische und okkultistische Religionspraktiken aus dem nördlichen Afrika, vor allem aus Ägypten, aber teilweise auch aus der jüdischen Kabbala…
Die italienischen Humanisten verwässerten die Grundgedanken der Kabbala nahezu bis zur Unkenntlichkeit, indem sie die Philosophie der Gnosis rekonstruierten und übertrugen in ein ganz und gar weltliches Konzept - eine gnostische Variante, deren Absicht darin lag, die blinden Naturgesetze sozialpolitisch zu nutzen..39
Kurz gesagt: All diese humanistischen Organisationen, die damals entstanden, wollten die katholisch geprägte europäische Kultur durch eine andere, von der Kabbala ausgehende neue Kultur ersetzen. Ihr Ziel war ein sozialpolitischer Wandel, um dies zu bewerkstelligen. Dass deren Gedankengut bis zum ägyptischen Priesterwissen zurückreichte, störte sie dabei nicht. Prof. Martin schreibt:
Die Kandidaten dieser frühen humanistischen Vereinigungen glaubten an die Große Kraft - den Allmächtigen Baumeister aller Welten -, die sie in Form des Heiligen Tetragrammaton (YHWH) darstellten … Sie borgten sich auch andere Symbole aus ägyptischen Quellen, zum Beispiel die Pyramiden und das Allsehende Auge.40
Es ist aufschlussreich, dass die Humanisten den Ausdruck “Allmächtiger Baumeister aller Welten” verwendeten, weil er bis heute von den Freimaurern verwendet wird. Es weist darauf hin, dass es zwischen Humanisten und Freimaurern eine Beziehung geben muss. Dazu Prof. Martin:
Im nördlichen Europa hatte sich mittlerweile eine weit wichtigere humanistische Organisation entwickelt, mit der vorher nicht zu rechnen war. Schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts, in jenem Zeitraum, als die kabbalistisch-humanistischen Organisationen allmählich breitere Unterstützung fanden, gab es bereits - vor allem in England, Schottland und Frankreich - mittelalterliche Gilden und Zünfte…
Kein damaliger Zeitgenosse hätte je daran gedacht, dass so etwas wie eine geistige und organisatorische Verbindung zwischen italienischen Humanisten und Freimaurerlogen entstehen könnte. … Das neuentstandene Freimaurertum bewegte sich fort vom römisch-katholischen Christentum. Und wie schon bei den okkultistischen Humanisten in Italien, war auch die Geheimhaltung innerhalb der Logen unter den gegebenen Umständen von zentraler Bedeutung.
Aber beide Gruppierungen hatten mehr als die Geheimhaltung gemeinsam. Aus den Berichten und Schriften des spekulativen Freimaurertums geht hervor, dass ihr gemeinsames religiöses Ziel die Etablierung des Glaubens an den “Allmächtigen Baumeister aller Welten” war, eine Denkfigur, die man schon von den italienischen Humanisten her kannte… Sie war untrennbarer Teil innerhalb des angeblich rein materiellen Universums, ein Produkt der frühen Aufklärung. Es gab jedoch keine theoretische Grundlage, um diese Denkfigur mit der christlichen Botschaft zu vereinbaren. Denn mit ihr waren alle Begriffe wie Sünde, die Hölle als Bestrafung und der Himmel als Belohnung ausgeschlossen. Ebenso die Vorstellung der Heiligen Messe, der Heiligen und der Engel, von Priestern und Papsttum. 41
Kurz gesagt: Im Europa des 14. Jahrhunderts entstand eine humanistische Freimaurerorganisation, deren Wurzeln im kabbalistischen Denken lagen. Innerhalb dieser Organisation galt Gott nicht als das, was Er für Juden, Christen und Muslime war und ist: Schöpfer und Herrscher der Welt, Herrscher über die Menschheit. An dessen Stelle wurde der “Allmächtige Baumeister aller Welten” gesetzt, der von ihnen als rein materiell betrachtet wurde.
In anderen Worten: Dieser Geheimbund, der im 14. Jahrhundert entstand, leugnete Gott und behauptete stattdessen die Existenz des “Allmächtigen Baumeisters aller Welten”, dem er einen göttlichen Charakter zusprach. Um diesen korrumpierten Glauben besser zu verstehen, machen wir im Folgenden einen Sprung durch die Jahrhunderte und untersuchen die Freimaurer-Literatur. Einer der führenden türkischen Freimaurer zum Beispiel, Selami Isindag, hat ein Buch mit dem Titel Masonluktan Esinlenmeler (Inspirationen durch das Freimaurertum) veröffentlicht, mit dessen Hilfe junge Freimaurer ausgebildet werden. Darin finden sich zu diesem Thema folgende Sätze:
Das Freimaurertum ist nicht gottlos. Aber sein Gottesbegriff ist verschieden von dem der Religionen. Der Gott der Freimaurer ist ein höchstes Prinzip, das an der Apex der Evolution steht. Indem wir unser eigenes Inneres hinterfragen, uns selbst immer besser kennenlernen und entschlossen dem Weg der Wissenschaft, der Vernunft und der Tugend folgen, können wir die Kluft zwischen uns und ihm überwinden. Denn dieser Gott hat weder die guten noch die schlechten menschlichen Eigenschaften. Es ist kein personaler Gott. Man kann ihn sich nicht als Herr der Schöpfung oder der Menschheit vorstellen. Er ist der Architekt des kosmischen Wirkungszusammenhangs, seiner Einheit und Harmonie. Er ist die Totalität aller Lebewesen im Universum, eine alles einschließende Kraft, eine Energieform. Trotz alledem kennt er keinen Anfang … dies ist sein großes Geheimnis. 42
Im gleichen Buch wird deutlich, dass, wann immer ein Freimaurer vom “Allmächtigen Baumeister aller Welten” spricht, er die Natur meint und sie vergöttert.
Außerhalb der Natur existiert keine Kraft, die für unser Denken und Handeln verantwortlich ist. … Alle Prinzipien und Thesen des Freimaurertums basieren auf wissenschaftlichen Tatsachen und der Vernunft. Gott ist die Evolution, und die Natur ist ihr unterworfen. Deshalb ist die Evolution die absolute Realität, eingebettet in die allumfassende Energie. 43
Ähnlich wird formuliert im türkischen Freimaurer-Magazin Mimar Sinan:
Der “Allmächtige Baumeister aller Welten” ist eine Tendenz in die Ewigkeit. Er ist das Tor zur Ewigkeit. Für uns ist er ein Zugang. Er umschließt die ständige Suche nach ewiger Vollkommenheit. Er formt die Entfernung zwischen dem Augenblick dem denkenden Freimaurer, also dem Bewusstsein. 44
Einige Symbole der Freimaurer

Das ist der wahre Glaube der Freimaurer, auch wenn sie immer wieder beteuern: “Wir glauben an Gott, deshalb akzeptieren wir keine Atheisten unter uns.” Aber sie meinen nicht Gott, sondern die Natur, die Evolution und den vergötterten Menschen.
Wenn wir einen kurzen Blick werfen auf die Freimaurer-Literatur, erkennen wir schon bald, dass es sich bei den Freimaurern um eine humanistische Organisation handelt, deren Absicht es ist, in der ganzen Welt eine weltlich-humanistische Ordnung herzustellen. Diese Zielvorstellung ist ein Kind des 14. Jahrhunderts, das bis heute von den Freimaurern gepflegt und gehätschelt wird.
DER FREIMAURER-HUMANISMUS: DIE VERGÖTZUNG DER HUMANITÄT
Weltweit beschreiben die Freimaurer in ihrer eigenen Literatur den humanistischen Charakter ihrer Organisation und ihre feindselige Haltung gegenüber dem Monotheismus. Es wimmelt darin förmlich von entsprechenden Erklärungen, Interpretationen, Zitaten und Allegorien.


Pico della Mirandola, ein berühmter kabbalistischer Humanist.
Wie schon eingangs festgestellt, hat sich der Humanismus abgewandt vom Schöpfer allen Seins und betrachtet die Menschen als “höchste Seinsform im Universum”. Das aber läuft hinaus auf eine Vergötterung des Menschseins. Dieser seit dem 14. und 15. Jahrhundert mit der Kabbala auftauchende irrationale Glaube hat sich bis ins heutige Freimaurertum fortgesetzt.
Einer der führenden humanistischen Philosophen im 14. Jahrhundert war Pico Della Mirandola. Sein Werk Conclusiones philosophicae, cabalisticae, et theologicae wurde 1489 von Papst Innozenz VIII. wegen seiner häretischen Thesen auf den Index gesetzt. Mirandola schreibt darin, dass es in der Welt nichts Höheres gibt als den Menschen. Die katholische Kirche sah darin eine Vergötzung des Menschen und somit eine Häresie. Zweifellos war sie damit im Recht. Denn dieses Attribut kommt nur Gott zu, Der den Menschen erschaffen hat.
Heute vertreten die Freimaurer die These Mirandolas in aller Offenheit. In einer Freimaurerbroschüre heißt es zum Beispiel:
Die primitiven Gesellschaften waren schwach, und wegen dieser Schäche vergöttlichten sie alle Kräfte und Phänomene um sich herum. Aber wir Freimaurer vergöttlichen nur den Menschen. 45
In seinem Buch Die verlorenen Schlüssel des Freimaurertums zeigt Manly P. Hall auf, dass diese These der Freimaurer zurückreicht bis ins Reich der Pharaonen:
Der Mensch ist seiner Natur nach ein Gott, und wie schon in den mystischen Mythen Ägyptens dargestellt, wird er auf der Töpferscheibe geformt. Wenn sein Licht aufleuchtet, um alle Dinge zu erhöhen und bewahren, empfängt er die Tiara des Göttlichen und reiht sich ein unter die Großmeister, die in ihren blaugoldenen Roben versuchen, das Dunkel der Nacht zu vertreiben im dreifachen Licht ihrer Loge. 46
Demzufolge ist der Mensch göttlich, wobei allerdings nur die Großmeister der Freimaurer diesen göttlichen Grad erreichen. Um dazu zu werden, muss ein Freimaurer gänzlich dem Glauben an Gott absagen und der Tatsache, dass die Menschen nur Seine Geschöpfe und Diener sind. Darauf kommt ein anderer Freimaurer-Autor namens J.D.Buch in seinem Buch Mystisches Freimaurertum kurz zu sprechen:
Der einzig persönliche Gott, den das Freimaurertum akzeptiert, ist die Menschheit als Ganzes … Also ist die Menschheit die einzig existierende Gottheit. 47
Offensichtlich ist das Freimaurertum also selbst eine Religion. Aber es ist keine monotheistische, sondern eine humanistische und somit falsche Religion. Sie erhebt den Menschen fälschlicherweise in einen göttlichen Rang. Darauf bestehen alle Freimaurer. In einem Beitrag für das türkische Freimaurer-Magazin Turk Mason heißt es dazu:
“Schon immer haben wir vertreten, dass das höchste Ideal des Freimaurertums im Dogma des Humanismus liegt.” 48
In einer anderen türkischen Publikation wird erläutert, warum der Humanismus eine Religion ist:
Fern von allen religiösen Predigten ist er eine echte Religion. Und eben dieser Humanismus, der den Sinn des Lebens konstituiert, entspricht den Sehnsüchten, deren sich die Jugend nur noch nicht bewusst ist. 49
Wie aber dienen die Freimaurer der von ihnen zusammengebastelten Religion? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Botschaften etwas genauer betrachten, die sie in die Gesellschaft hineintragen.
DIE HUMANISTISCHE MORALLEHRE
Heutzutage sind die Freimaurer in vielen Teilen der Welt damit beschäftigt, sich selbst in der Öffentlichkeit zu präsentieren. In Pressekonferenzen, auf Internetseiten und in Zeitungsinseraten beschreiben sie sich selbst als eine Organisation, die ausschließlich dem gesellschaftlichen Wohl dienen will. In manchen Ländern gibt es sogar von den Freimaurern unterstützte Wohltätigkeitsvereine.
Ähnliches gilt für Organisationen wie den Rotary Club und den Lion´s Club, gewissermaßen den ”abgespeckten” Formen des Freimaurertums. Sie alle behaupten, nur dem Wohl der Gesellschaft verpflichtet zu sein. Gewiss: Zum Wohl der Gesellschaft tätig zu sein, ist keineswegs zu tadeln, und wird von uns auch nicht kritisiert. Aber hinter diesem Anspruch versteckt sich eine trügerische Botschaft. Denn die Freimaurer behaupten, es gäbe eine Moralität ohne Religion, weshalb auch eine moralische Welt ohne Religion verwirklicht werden könne. Das soziale Gehabe des Freimaurertums dient aber in Wirklichkeit nur der Verbreitung ihrer Weltanschauung.
Schon schnell wird klar, warum dieser soziale Anspruch nur ein Täuschungsmanöver ist. Ehe wir dem jedoch nachgehen, werfen wir einen genaueren Blick auf die entsprechenden Anschauungen der Freimaurer. Auf der Internetsite der Freimaurer wird die Möglichkeit einer Moralität ohne Religion folgendermaßen beschrieben:
Was ist menschlich? Woher kommt der Mensch, und wohin geht er? … Wie lebt eine Person? Wie sollte sie leben? Die Religionen beantworten diese Fragen mit Hilfe von selbst entworfenen moralischen Werten. Aber all diese Werte leiten sie ab aus metaphysischen Begriffen wie Gott, Himmel, Hölle, Anbetung. Und die Menschen sollen diesen Werten ein Leben lang folgen, stets eingebunden in metaphysische Probleme, die sie nicht verstehen. Das Freimaurertum hingegen bekennt sich seit Jahrhunderten zu solchen Werten wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Liebe zur Arbeit und zum Frieden, Demokratie usw. Das Festhalten an solchen Werten befreit jeden Menschen aus religiösen Zwängen und ermöglicht ein sinnerfülltes Leben. Dabei geht es nicht mehr um metaphysische Konzepte, sondern darum, wie ein charakterlich reifer Mensch auf dieser Erde lebt. 50
Entsprechend solchen Grundsätzen tritt jeder Freimaurer Menschen, die an Gott glauben und Nächstenliebe praktizieren, um ihm wohlzugefallen, ablehnend gegenüber. Ein Freimaurer handelt stets nur im Interesse der Menschheit. Unmissverständlich klar wird dies formuliert in der Publikation einer türkischen Freimaurerloge:

Die freimaurerische Theorie der “humanistischen Moral” ist äußerst trügerisch. Die Geschichte zeigt, dass es in Gesellschaften, in denen die Religion vernichtet wurde, keine Moral gab, sondern nur Kampf und Chaos. Das Bild links zeigt die Grausamkeit der Französischen Revolution und schildert die wirklichen Folgen des Humanismus. 
Die Moralität des Freimaurertums gründet auf der Liebe zur Menschheit. Sie lehnt es ab, “gut” zu sein durch Hoffnung auf die Zukunft, eine Wohltat, eine Belohnung oder ein Paradies - oder aus Furcht vor einem anderen, vor einer religiösen oder politischen Institution oder vor irgendwelchen übernatürlichen Mächten … Nur wer aus Liebe zu seiner Familie, zu seinem Land und zur ganzen Menschheit “gut” sein will und dies auch bewerkstelligt, kann engagiert und erhoben leben. Eben dies ist eines der großen Ziele der freimaurerischen Evolution. Sie erfüllt sich durch die praktizierte Liebe zu den Menschen, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten. 51
Die in obigem Zitat gestellten Ansprüche sind irreführend. Denn ohne religiös fundierte moralische Werte gibt es keine Selbstaufopferung für die Gesellschaft. Selbst wenn so etwas zustande käme, wäre es nur oberflächlich. Menschen, die nichts übrig haben für religiös fundierte moralische Werte und Gott nicht achten, können nur jeweils ihren eigenen egoistischen Zielen folgen. Sobald sie glauben, dass ihre persönlichen Interessen auf dem Spiel stehen, sind sie zwangsläufig unfähig zu Solidarität oder Liebe. Zu derartigen Verhaltensweisen sind sie nur fähig und bereit, wenn sie sich davon einen persönlichen Vorteil erhoffen. Und zwar deshalb, weil sie fälschlicherweise glauben, nur einmal zu leben in dieser unserer Welt und darin soviel wie möglich genießen zu müssen. Und da es nach dieser Logik auch keine Strafe oder Vergeltung für ihre eventuellen Missetaten in dieser Welt gibt, fühlen sie “frei” in einem völlig falschen Sinn.
Die Freimaurer-Literatur ist voll von moralischen Ergüssen, die ständig genau diese Frage umschiffen. Aber in Wirklichkeit ist die postulierte Moral ohne Religion nur Heuchelei. Die Geschichte der Menschheit strotzt förmlich von Beispielen, die zeigen, dass ohne in der Religion wurzelnde moralische Selbstdisziplin und göttliche Gesetze, wahrhafte Moralität nicht verwirklicht werden kann.
Ein schlagendes Beispiel dafür war die Französische Revolution 1789. Die Freimaurer, die zu ihren geistigen Ziehvätern zählten, betraten damals die historische Bühne mit dem marktschreierischen Slogan “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!”. Aber in Wirklichkeit wurden Zehntausende auf die Guillotine geschickt, und das Land erstickte in Blut. Sogar die Führer der Revolution entkamen nicht dieser Barbarei und starben, einer nach dem anderen, unter der Guillotine.


Noch eine gewalttätige Szene aus der Französischen Revolution.
Im 19. Jahrhundert wurde die Idee des Sozialismus geboren aus der gleichen Weltanschauung heraus, dass es eine Moralität ohne Religiosität gäbe. Das Ergebnis war noch katastrophaler. Der Sozialismus forderte angeblich eine gerechte Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, was für ihn auch die Abschaffung der Religion bedeutete. Aber im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden im Namen dieser Ideologie die Länder der Sowjetunion, der Ostblockstaaten, Chinas, Indochinas und etliche Länder in Afrika und Zentralamerika in bitteres Elend gestürzt. Die diversen kommunistischen Regimes haben eine unvorstellbare Zahl von Menschenleben auf dem Gewissen, Schätzungen zufolge bis zu 120 Millionen. 52 Darüberhinaus sind in diesen Ländern, entgegen allen Versprechungen, niemals Gerechtigkeit und Gleichheit verwirklicht worden, im Gegenteil. Stattdessen sind lediglich neue Klassen und Eliten entstanden. (Siehe dazu den “Klassiker” von Milovan Djilas: Die neue Klasse).
Auch heute zeigt ein Blick auf die Freimaurer, die ständig von “Dienst für die Gesellschaft” und “Selbstaufopferung für die Menschheit” reden, eine eher traurige Bilanz dieser Absichtserklärungen. In vielen Ländern hat sich das Freimaurertum entpuppt als Fokus schlicht materieller und eigensüchtiger Interessen. Der Skandal um die P2-Freimaurerloge im Italien der 1980er Jahre zum Beispiel hat ans Licht gebracht, dass die Freimaurer enge Beziehungen zur Mafia unterhielten und in Waffenschmuggel, Drogenhandel und Geldwäsche verwickelt waren. Ihre Aktivitäten reichten bis zur Ermordung mit ihnen rivalisierender Gruppen oder Personen. Im großen Freimaurerlogen-Skandal im Frankreich des Jahres 1992 und in der “Saubere Hände-Kampagne” in England, die 1995 in der englischen Presse Schlagzeilen machte, wurden die dubiosen Machenschaften der Freimaurer zum Zweck illegaler Geldbeschaffung enthüllt. Damit hat sich die Freimaurer-Ideologie von der humanistischen Moralität als Heuchelei entlarvt.
Dass so etwas geschen konnte, ist keineswegs zufällig, weil, wie schon mehrfach festgestellt, Moralität ohne Religiosität nicht denkbar ist. Grundlage jeglicher wirklicher Moralität ist das Fehlen von Überheblichkeit und Selbstsucht. Nur wer seine Verantwortlichkeit gegenüber Gott anerkennt, kann ihr entsprechen. Nachdem Gott im Quran von der Selbstaufopferung aller Gläubigen gesprochen hat, befiehlt er: “Wer so vor seiner eigenen Habsucht bewahrt ist - denen ergeht es wohl …” (Sure 59:9– al-Haschr) Das, und nur das, ist die Grundlage jeglicher Art von Moralität.

Die Guillotine, das brutale Werkzeug der Französischen Revolution.
Dazu heißt es in einer weiteren Sure:
Und Diener des Erbarmers sind diejenigen, welche auf Erden bescheiden auftreten; wenn die Ahnungslosen sie anreden, entbieten sie ihnen den Friedensgruß.
Und diejenigen, welche die Nacht verbringen, vor ihrem Herrn sich niederwerfend …
Und diejenigen, welche beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind, sondern die richtige Mitte dazwischen einhalten; und diejenigen, welche neben Allah keinen anderen Gottanrufen und niemand töten, wo Allah doch zu töten verboten hat, außer nach Gesetz und Recht; und die keine Unzucht begehen…
Und diejenigen, die kein falsches Zeugnis ablegen. Und diejenigen, welche mit Würde weitergehen, wenn sie unterwegs frivole Reden hören.
Und diejenigen, die nicht wie taub und blind niederfallen, wenn sie mit der Botschaft ihres Herrn ermahnt werden. (Sure 25:63-73– al-Furqan)
Damit ist unmissverständlich gesagt, dass es die Grundpflicht eines Gläubigen ist, sich Gott in Demut zu unterwefen, “sich nicht abzuwenden, als ob sie taub und blind wären gegenüber seinen Zeichen”. Nur wenn er diese Pflicht erfüllt, kann sich jemand selbst aus seiner egoistischen Selbstsucht retten, und damit aus seinen weltlichen Begierden, Leidenschaften und der Gier, anderen zu gefallen. Nur dadurch kann jemand die von Gott eingeforderte Moralität in seinem Leben erreichen. In einer Gesellschaft jedoch, die keine Liebe zu und Furcht vor Gott kennt, kann es keine wahre Moralität geben. Da nichts allgemeine Gültigkeit hat, entscheidet jeder nur noch für sich selbst, was richtig oder falsch ist, je nach seinen egoistischen Bedürfnissen. In der Tat ist es so, dass es in der weltlich-humanistischen Philosophie des Freimaurertums eben nicht um die Schaffung einer moralisch geordneten Welt, sondern um eine rein säkulare Welt geht. Anders formuliert: Die Freimaurer propagieren den Humanismus nicht etwa wegen seiner moralischen Wertigkeit, sondern lediglich um ihre Religionsfeindlichkeit zu kaschieren.
 ZIEL DES FREIMAURERTUMS IST DIE SCHAFFUNG EINER HUMANISTISCHEN WELT
Die von den Freimaurern so hochgeschätzte Philosophie des Humanismus basiert auf der Leugnung Allahs und der Vergötzung des Menschseins anstelle der Anbetung Allahs. Damit stellt sich eine wichtige Frage: Beschränken sich die Freimaurer dabei auf sich selbst oder versuchen sie, andere damit zu “missionieren”?
Ein Blick auf die Schriften der Freimaurer zeigt unzweideutig, dass es ihr Ziel ist, ihren Glauben unter der ganzen Menschheit zu verbreiten und alle monotheistischen Religionen - Islam, Judentum, Christentum - “auszuradieren”.
In einem Artikel im Freimaurer-Magazin Mimar Sinan zum Beispiel heißt es: “Freimaurer suchen die Ursprünge von Begriffen wie das Böse, Gerechtigkeit und Ehre nicht in einer jenseitigen Welt. Sie glauben daran, dass all dies entspringt aus den sozialen Verhältnissen eines Menschen, seinen sozialen Beziehungen und wofür er in seinem Leben kämpfen will.” Und weiter: “Diese Überzeugung versucht das Freimaurertum in der ganzen Welt zu verbreiten.” 53
Bei Selami Isindag, einem schon länger aktiven türkischen Freimaurer, heißt es dazu:
Dem Freimaurertum geht es darum, die Menschheit zu retten vor einer religösen und mit dem Übernatürlichen fundierten Moral. Dazu ist es notwendig, eine Moral zu begründen, die bedingungslos auf der Liebe zur Menschheit beruht. In all seinen überlieferten moralischen Grundsätzen hat das Freimaurertum stets einbezogen die Entwicklungsgesetze des menschlichen Organismus, seine Bedürfnisse und deren Erfüllung; die Regeln des sozialen Zusammenlebens und dessen Organisation; das Bewusstsein, die Freiheit des Denkens und der Rede, und schließlich alle in der Natur geltenden Prinzipien. 54
Was der Großmeister Isindag mit “Rettung der Menschheit …” meint, ist klar: Er meint die Abkehr der Menschen von der Religion. Im gleichen Buch legt er dieses Ziel  und “die Prinzipien für die Schaffung einer fortgeschrittenen Zivilisation” dar.
Die Prinzipien des Freimaurertums sind notwendig und hinreichend für die Schaffung einer fortgeschrittenen Zivilisation. Es sind:
- Die Anerkennung der Tatsache, dass der nicht-personale Gott (der “Allmächtige Baumeister aller Welten”) identisch ist mit der  Evolution
- Die Ablehnung des Glaubens an eine göttliche Offenbarung, an Mystizismus und leeren Glauben
- Die Überlegenheit menschlicher Rationalität und menschlichen Handelns
Hinter dem ersten Spiegelstrich wird die Existenz Allahs bestritten. (Die Freimaurer glauben nicht an Gott, sonden an den “Allmächtigen Baumeister aller Welten”, und aus dem obigen Zitat geht klar hervor, dass damit die Evolution gemeint ist.) Hinter dem zweiten Spiegelstrich wird die göttliche Offenbarung und das darauf basierende religiöse Wissen geleugnet. (Isindag nennt dies “leeren Glauben”.) Hinter dem dritten Spiegelstrich schließlich tritt das humanistische, dem Kommunistischen ähnliche Konzept des menschlichen Handelns zutage.
Noch etwas anderes ist an dieser Stelle bemerkenswert: Wie hat das Freimaurertum seine Kampagne gegen die Religion eigentlich in Gang gesetzt? Ein Blick auf die Schriften des Freimaurertums zeigt, dass es die Religion durch Massenpropaganda vernichten will, vor allem auf gesellschaftlicher Ebene. Großmeister Selami Isindag lässt daran in seinem Buch keinen Zweifel:
… Selbst extrem repressive Regimes sind mit ihren Versuchen gescheitert, die Institution der Religion zu zerstören. In der Tat haben die teilweise brutalen politischen Methoden, die Menschen aus der Umklammerung durch Religion und religiöse Dogmen zu retten durch das Licht der Aufklärung, in der Regel genau zum Gegenteil geführt: Die religiösen Stätten, die abgeschafft werden sollten, sind mehr besucht als vorher, und die Anzahl der Gottgläubigen wächst unaufhaltsam. Wir haben schon an anderer Stelle aufgezeigt, dass in Gefühls- und Herzensangelegenheiten Verbote und Gewalt wirkungslos bleiben. Der einzige Weg, um die Menschen von der Finsternis ins Licht der Aufklärung zu führen, ist positive Wissenschaft, Logik und Weisheit. Wenn die Menschen in diesem Geist erzogen werden, werden sie die humanistischen und positiven Elemente der Religion akzeptieren, aber sich befreien von deren wahnhaften Zügen.55
Um zu verstehen, was hier gemeint ist, müssen wir diese Sätze sorgfältig analysieren. Zunächst behauptet Isindag, dass die Unterdrückung der Religion genau das Gegenteil bewirkt, nämlich eine Stärkung der Religion unter den Menschen. Und um eben das zu verhindern, schlägt Isindag vor, die Religion auf dem intellektuellen Weg zu schlagen. Was er aber “positive Wissenschaft, Logik und Weisheit” nennt, hat damit in Wirklichkeit nichts zu tun. Worum es ihm wirklich geht, ist lediglich eine humanistisch-materialistische Philosophie, die bestimmte Schlagworte als Camouflage benutzt, wie es auch der Darwinismus tut. Isindag behauptet, dass sich, nach Verbreitung seiner Ideen innerhalb der Gesellschaft, nur noch die humanistischen Elemente innerhalb der Religion behaupten werden, womit gemeint ist, dass nur das von der Religion übrigbleiben wird, was den Maßstäben der humanistischen Philosophie entspricht. Mit anderen Worten: Die Freimaurer leugnen die fundamentalen Wahrheiten jeder monotheistischen Religion. (Isindag nennt sie “sinnlose Überzeugungen und Dogmata”.) Damit sind solch unumstößliche Wahrheiten gemeint wie jene, dass der Mensch von Gott erschaffen und ihm gegenüber rechenschaftspflichtig ist.
Kurz gesagt: Die Freimaurer zielen darauf ab, alle Elemente des Glaubens zu zerstören, die das Wesen einer monotheistischen Religion ausmachen. Sie möchten die Rolle der Religion innerhalb der Gesellschaft auf eine rein kulturelle, auf nur einige allgemeine moralische Grundsätze bezogenen Faktor reduzieren. Um dies zu bewerkstelligen, versuchen die Freimaurer, im Gewand von Wissenschaft und Vernunft den Atheismus innerhalb der Gesellschaft durchzusetzen. Aber letzendlich geht es ihnen darum, die Religion gänzlich aus dem gesellschaftlichen Leben zu vertreiben und eine durch und durch atheistische Welt zu schaffen. In einem Beitrag für die Zeitschrift Freimaurer schriebt Isindag unter der Überschrift “Positive Wissenschaft - Hindernisse der Vernunft und des Freimaurertums"  Folgendes:
Als Resümee all dessen möchte ich sagen, dass es für uns humanistisch gesinnten Freimaurer die oberste Pflicht ist, der Vernunft und Wissenschaft nicht den Rücken zuzuwenden, sondern zu propagieren, dass dies der einzig wahre und der Evolution entsprechende Weg ist, um unseren Glauben unter den Menschen zu verbreiten und sie im Sinne der Wissenschaftlichkeit zu erziehen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang folgende Worte von Ernest Renan: “Sobald die Menschen durch Vernunft und Wissenschaft aufgeklärt und erzogen sein werden, werden alle religiösen Irrglauben von selbst zusammenbrechen.” Ähnlich hat sich schon vorher der deutsche Dichter Lessing geäußert: “Sobald die Menschen durch Wissenschaft und Vernunft erleuchtet und erzogen sind, werden sie kein Bedürfnis mehr nach Religion verspüren.” 56

G. E. Lessing und E. Renan. Die Freimaurer wollten den Traum dieser beiden atheistischen Schriftsteller verwirklichen, indem sie die Religion von der Erdoberfläche tilgen.
 
Genau das ist das letztendliche Ziel des Freimaurertums. Die Freimaurer wollen jegliche Form von Religion zerstören und eine in ihrem Sinn humanistische Welt schaffen, basierend auf der “Heiligkeit” des Menschseins. Das heißt: eine neue Welt der Unwissenheit, in der es Gott nicht mehr gibt, und sich deshalb der Mensch selbst als göttlich begreifen kann.  …  Damit begründet das Freimaurertum seine Existenzberechtigung. In der Freimaurer-Zeitschrift Ayna (Spiegel) wird dies genannt der “Tempel der Ideen”:
Wir modernen Freimaurer haben das Ziel der früheren Freimaurer, einen realen Tempel in den “Tempel der Ideen” hineinzubauen, verschoben. Wir glauben, dass dieser Tempel der Ideen erst dann erbaut werden kann, wenn die Prinzipien und Tugenden des Freimaurertums Allgemeingut geworden sind und die ganze Welt durchdringen. 57
Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Freimaurer überall in der Welt unablässig tätig. Überall trifft man auf Freimaurer: in Universitäten, in Bildungseinrichtungen, in den Medien, überhaupt dort, wo Ideen und Kunst produziert werden. Unermüdlich folgen sie ihrem selbsterteilten Auftrag, ihre humanistische Philosophie zu verbreiten und jeden religiösen Glauben zu vertreiben. Später werden wir noch sehen, dass sie sich dabei vor allem die Evolutionstheorie zunutze machen. Darüberhinaus geht es ihnen darum, eine Welt ohne Gott oder Religion zu schaffen, in der es nur noch um weltliches Glück und um menschliche Bedürfnisse geht. Diese Welt jedoch wäre eine Welt von Menschen, die Allah geringschätzig den Rücken zeigten? (Sure 11:92– Hud), ähnlich wie das im Quran erwähnte Volk der Madyan. In einer derartigen Welt der Unwissenheit wäre kein Raum für die Liebe oder Furcht vor Gott, die Unterwerfung unter Seinen Willen, die Anbetung Seiner Allmacht, geschweige denn irgendeinen Gedanken an des Jenseits. Derartiges gilt den Freimaurern als altmodisch und ungebildet - eine Botschaft, die in Filmen, Comics und Romanen ständig wiederholt wird.
Bei diesem großen Täuschungsmanöver spielen die Freimaurer eine führende Rolle. Aber sie sind nicht die einzigen in diesem “Spiel”. Es gibt auch noch eine Reihe anderer Gruppen und Individuen, von den Freimaurern tituliert als “Ehren-Freimaurer” und als Verbündete betrachtet, weil sie die humanistische Philosophie miteinander teilen. Isindag schreibt darüber:
Das Freimaurertum akzeptiert folgende Tatsache: In dieser Welt gibt es kluge Menschen, die zwar keine Freimaurer sind, aber deren Ideologie billigen und teilen. Und zwar deshalb, weil diese Ideologie eine wahrhaft menschliche und humanistische Ideologie ist. 58
Dieser permanente Kampf gegen die Religion beruht auf zwei Säulen der Argumentation: dem Materialismus und der Darwinschen Evolutionstheorie. In den beiden folgenden Kapiteln werden wir diese beiden Aspekte, ihren Ursprung und ihre Beziehung zum Freimaurertum genauer betrachten. Dann werden wir besser verstehen, was hinter diesen Konzepten liegt, die seit dem 19. Jahrhundert die Welt so sehr beeinflusst haben.
DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

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